Verkehrsführung ist noch problematisch

Ausschuss für Kita-Neubau an der Kastaniengrundschule

Die ersten Planungen für den Kindergarten-Neubau an der Kastanienschule hat die Verwaltung auf diesem Luftbild skizziert. Knackpunkt bleibt allerdings noch die Verkehrsführung für die Busse. Unter Umständen könnte auch eine Bushaltestelle auf dem Sportplatz eingerichtet werden.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Der Appell des Bürgermeisters hat gefruchtet: Mehrheitlich votierte der Visselhöveder Schulausschuss am Dienstagabend der Variante sechs zu, die einen Kindergartenneubau auf dem Gelände der Kastaniengrundschule vorsieht. Lediglich die Verkehrsführung der Busse muss zu einem späteren Zeitpunkt noch im Detail ausgearbeitet werden.

„Ich hoffe, Sie stimmen dieser Variante zu, sodass wir spätestens 2019 in die Bauphase einsteigen können“, formulierte Bürgermeister Ralf Goebel zu Beginn der Sitzung wohlwissend, dass es im Vorfeld der Entscheidung, die am Donnerstag kommender Woche (18 Uhr im Rathaus) noch den Stadtrat passieren muss, viel Streit über die Möglichkeiten einer Umstrukturierung der Schulstandorte gegeben hatte. 

„Die Variante sechs ist ein für alle gangbarer Weg, und wir brauchen jetzt eine Entscheidung, weil wir in den kommenden Jahren einen Bedarf von fünf zusätzlichen Kindergarten- und Krippengruppen haben“, so Goebel, der darauf hinwies, dass auf die Verwaltung in den kommenden Monaten viele Absprachen und Koordinierungen zukämen.

Rabe: Verkehrsführung unter die Lupe nehmen

Robert Rabe (SPD) erinnerte an den öffentlichen Infoabend seiner Partei, bei dem die Eltern signalisiert hätten, dass sie den Kompromiss Kita-Neubau an der Kastanienschule mitragen würden. „Auch wenn dem Stadtelternrat ein Neubau auf dem Majorsbruch lieber gewesen wäre, kann er dem Verwaltungsvorschlag folgen und wir ebenso“, so Rabe, der aber forderte, die anderen Schulgebäude nicht aus den Augen zu verlieren und die Verkehrsführung noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

In der CDU-Fraktion habe es durchaus unterschiedliche Meinungen gegeben, betonte Astrid Kirmeß. Aber die Variante sechs sei von den meisten Parteifreunden favorisiert worden, „zumal wir dann nur eine größere Baustelle an den Schulen haben“. Aber auch Kirmeß ist dafür, dass die Buszufahrten noch mal im Detail geklärt werden müssten. „Denn eine Abfahrt zwischen dem Kindergarten Fabula und der Sporthalle ist vielleicht doch ein wenig eng“, vermutet die Nindorferin, die sich vorstellen kann, eine Bushaltestele auf einer Ecke des Sportplatzes an der Gerhart-Hauptmann-Straße einzurichten.

Ablehnung von der WiV

Auch Hartmut Wallin (Grüne) kann mit der Variante sechs sehr gut leben: „Die schont Kapazitäten und das Ganze wird ein kompaktes Gebäudeensemble für Familien mit Kindern. Solch eine Planung ist eine optimistische Sichtweise auf die Entwicklung der Gemeinde und ein Pfad weg von dem Schreckgespenst Rentnerstadt.“ Schön wäre es außerdem, wenn man das alles realisieren könnte, ohne groß Schulden zu machen, so Wallin.

Uwe Joost von der WiV machte deutlich, warum seine Fraktion diese Variante ablehne: „Zu viel Verkehr auf zu kleinem Raum an der Kastanienschule. Ein Neubau am Majorsbruch wäre besser. Dort könnte ungestört gebaut werden und auch die verkehrliche Anbindung ist später deutlich einfacher. Außerdem gibt es direkt nebenan einen Wald, sodass den Kindern viele Entfaltungsmöglichkeiten geboten würden.“

Zusätzlicher Bedarf an 30 Krippen- und 15 Kindergartenplätzen

Jörg Bröske vom Stadtelternrat bedauerte, dass die „Idee mit einem Neubau am Majorsbruch gekippt wurde“, und dass ein Anbau während des laufenden Betriebs der Kastanienschule dort sicher für „viel Unruhe“ sorgen werde. „Auch die Verkehrsführung sehen wir noch kritisch, können aber insgesamt die Variante sechs doch mittragen“.

Wenn der Stadtrat ebenfalls grünes Licht gibt, dann ist auch Eile geboten, denn laut Verwaltung besteht aktuell ein zusätzlicher Bedarf an 30 Krippen- und 15 Kindergartenplätzen. Im kommenden Jahr soll zunächst die ehemalige Wittorfer Grundschule als Notlösung dienen. Dort hat bereits der Botheler Kindergarten Unterschlupf gefunden, nachdem die eigene Tagesstätte Anfang des Jahres abgebrannt war.

Der Kita-Anbau an der Visselhöveder Grundschule würde nach ersten vorsichtigen Kostenschätzungen des Architekten rund zwei Millionen Euro kosten, wobei in der oberen Etage noch Klassenräume für die Schule eingeplant werden. Für den Umbau des Schulhofs, Lehrerparkplätze und der Verkehrsführung an der Lönsstraße werden noch einmal 400 000 Euro eingeplant.

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