Ausschuss gegen Umzug in die Kaserne / 700000 Euro für Fläche und Gebäude

Bauhof: Neubau statt Miete

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Der alte Bauhof wird von der Stadt verkauft. Im Ausschuss wird ein Neubau favorisiert.

Visselhövede - Der Visselhöveder Bauhof soll nach dem Willen des Bauausschusses im kommenden Jahr nun doch nicht als Mieter der Firma „jbs“ auf dem dann ehemaligen Kasernengelände untergebracht werden. Das Gremium sprach sich mehrheitlich für einen Neubau im Gewerbegebiet Celler Straße aus. Rund 700000 Euro sollen dafür im Haushalt bereitgestellt werden.

Da der benachbarte Hotelier Interesse am jetzigen Standort des Bauhofs an der Gaswerkstraße hat und dort mittelfristig einen Hotelkomplex, aber kurzfristig Parkplätze errichten will, „müssen wir uns nach einer anderen Bleibe für den Bauhof umsehen“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel. Er brachte zwei Varianten ins Spiel: „Ein Neubau im Gewerbegebiet auf der stadteigenen Fläche, die wir für die Lagerung von Schüttgut dort unabhängig von einem neuen Standort brauchen, oder zur Miete bei jbs.“

Allerdings müssten in der Kaserne auch einige Arbeiten erledigt werden, um optimale Betriebsabläufe des Bauhofs zu gewährleisten. „Dafür müssten wir bis zu 170000 Euro in die Hand nehmen“, so Goebel. Zwar habe die Firma „jbs“ der Stadt gute Konditionen angeboten und es wäre auch ein „positives Signal für die Liegenschaft“ gewesen, aber er halte „einen Neubau für die klügere Variante“, auch weil sich der nach 15 Jahren amortisiert habe.

Eine Einschätzung, die letztlich auch die anderen Ausschussmitglieder teilten. Lothar Cordts (SPD) bezeichnet einen Einzug in die Kaserne als „Notlösung“. Außerdem mache es wenig Sinn, zwei Betriebsplätze vorzuhalten. Auch Eckhard Langanke (WiV) sieht in einem Neubau „die einzig realistische Möglichkeit“. Ebenso Hartmut Wallin (Grüne), der aber die „Kosten eines Neubaus gedeckelt“ sehen will.

Pamela Helmke und Joachim Schulz-tom Felde (beide CDU) sind zwar auch für einen Neubau, aber sie verstehen die Eile nicht: „Wir sollten abwarten, bis die Kaufverträge für den alten Bauhof unterzeichnet sind.“ Wenn das geschehen sei, könne man mit der Fertigstellung der Lagerfläche und mit dem Neubau im Gewerbegebiet beginnen. Mit einem Antrag scheiterte Helmke aber knapp mit 3:4 Stimmen.

Die Finanzierung eines Neubaus könnte sich laut Goebel zu einem nicht geringen Teil aus dem Verkaufserlös des alten Geländes sowie eines Zuschusses aus einem Bundesförderprogramm zusammensetzen.

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der Stadtrat am nächsten Donnerstag.

jw

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