Herz-Jesu-Kirche blickt mit Festgottesdienst auf ein halbes Jahrhundert zurück

Auch nach 50 Jahren ein lebendiges Haus

„Wir Menschen sind lebendige Steine, die Gott braucht, um sein Haus zu bauen.“ – Pfarrer Christoph Müller fand in seiner Predigt passende Worte. - Fotos: Kirchfeld

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Mit einem Festgottesdienst und rund 100 Gästen startete am Sonnabend die Festwoche der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Visselhövede. Anlass ist ihr 50-jährigen Bestehen.

Bei einem gemeinsamen Umtrunk tauschten sich die Gottesdienst-Besucher untereinander aus.

„Kirche ist nicht nur ein Dach über den Kopf, wie ein Eigenheim, sondern ein Stück Heimat“, verdeutlichte Pfarrer Christoph Müller in seiner Predigt. Gemeinsam mit Probst Bernd Kösling aus Verden und Georg Ischler, Pfarrer der Bundespolizei aus Walsrode, zelebrierte er die Messe. „Wir Menschen sind lebendige Steine, die Gott braucht, um sein Haus zu bauen“, so Müller. Die Kirche sei dabei nur so gut, „wie wir bereit sind, uns als lebendige Steine einzubringen“, fügte der Geistliche hinzu.

Dass es sich bei der Herz-Jesu-Kirche um eine lebendige Gemeinde handelt, wurde nicht nur beim Gottesdienst deutlich, sondern auch beim anschließenden Empfang.

Kindergartenleiterin und Vertreterin der St.-Johannis-Kirchengemeinde Hanne Meier-Zindler lobte die lebendige Ökumene, die seit jeher gepflegt werde: „Sei es im Kindergarten das Martinsfest, früher das Licht aus Bethlehem, das wir von den Pfadfindern abholten oder das gemeinsame Frauenfrühstück.“ Gemeinsam mit Karin Stegmann überreichte sie ein Bild der St. Johanniskirche – „ihrer“ Schwestergemeinde – mit den Worten: „Vielleicht wachsen beide Gemeinden irgendwann wieder zusammen.“

Prominente Gastredner

Die Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann (CDU) freute sich sehr über den lebendigen Gesang und berichtete recht persönlich von ihrem eigenen ökumenisch geprägten Privatleben. Ehemann und Landrat Hermann Luttmann (CDU) überbrachte nicht nur die Glückwünsche des Landkreises, sondern erinnerte an die Anfänge der Herz-Jesu-Kirche, die ihre Wurzeln im alten Kettenburger Schloss hatte und auch an die Ermordung des katholischen Pater Arnoldis im heutigen Paterbusch. „50 Jahre Wohlstand, Frieden und Ökumene sind nicht selbstverständlich“, betonte er.

Auch von Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel gab es die besten Wünsche – und die Ermutigung, Sachen gemeinsam anzupacken. Besonders freute sich Goebel alljährlich über die Sternsinger, die nicht nur Segen in sein Haus, sondern auch in sein Büro ins Rathaus brächten.

Zugegen war ebenso Christa Rein, die die letzten Grußworte sprach. Die 82-jährige Künstlerin aus Benefeld hatte einst den Kreuzweg gebatikt, der die Wände der Kirche noch heute ziert. Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst von Sylvia Engwicht an der Orgel und Ulrich Hübner am Cello. Kirchenvorsteher Heinz Kirchfeld übernahm die Moderation und warb für die 30-seitige Chronik, die vom Historiker Thorsten Neubert-Preine erstellt wurde.

Mit einem gemeinsamen Umtrunk vor dem Gotteshaus klang das Kirchweihfest aus. Die Festwoche endet am kommenden Sonntag mit dem Fronleichnamsfest, das um 10 Uhr beginnt.

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