Festakt erst im Sommer

Arbeiten an der Visselquelle beendet

Die Visselquelle ist fertig. Eine offizielle Einweihung gibt es aber erst im Sommer. Fotos: Wuttke
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Die Visselquelle ist fertig. Eine offizielle Einweihung gibt es aber erst im Sommer.

Visselhövede – Die Bagger sind nicht mehr da. Stattdessen glänzt das Wasser in der Sonne, die Schotterwege sind bereit zur Begehung und die Findlinge alle platziert. Die Arbeiten an der Visselhöveder Visselquelle sind also nach acht Wochen beendet. Zumindest so gut wie. „Es fehlen noch drei Lampen, die noch nicht lieferbar waren und letzte Kleinigkeiten“, verkündet Bürgermeister Ralf Goebel.

Hauptgrund für die Veränderungen ist das seit Jahren bestehende Problem der Algenverschmutzung gewesen. Vieles wurde unternommen, nichts brachte bisher den gewünschten Erfolg. „Ich denke, jetzt wird es klappen“, sagt Heinz Priebe. Er hatte das Projekt mit seiner Firma Priebe Land- und Forstkulturbau federführend übernommen und sich gemeinsam mit dem Projektleiter Thomas Wind aus dem Betrieb nahezu bei jedem gesetzten Stein etwas gedacht. Sie hatten gestalterische Freiheit und waren in engem Austausch mit dem Bauamt. Die Wasseroberfläche ist mit 430 Quadratmetern nun kleiner als zuvor. Dafür ist das Becken an manchen Stellen aber tiefer. Auf dem Grund gibt es keinen Schlamm mehr. Der wurde bei schweren Arbeiten ausgegraben und entsorgt.

Nun zieren Kieselsteine den Boden. „Die reinigen das Wasser“, erklärt Priebe. An den beiden Flachstellen wurden Schilf und Gräser gepflanzt, die zusätzlich die Wasserqualität verbessern sollen. Die Ufer sind optisch gelungen mit Findlingen aus der Heide gestaltet.

Die Visselquelle ist fertig. Eine offizielle Einweihung gibt es aber erst im Sommer.

Die Algen sollen vor allem durch eine Zirkulation des Wassers bekämpft werden. Über einen kleinen Wasserfall wird dauerhaft kühles Nass in den Teich gepumpt. Das Wasser wird dann gegenüberliegend in einen kleinen Bachlauf geleitet. Der ist unter der Großen Straße verrohrt und fließt vor dem Schwimmbad in die Vissel. Im Bereich der Visselquelle hat der Bach ein entsprechendes Gefälle, damit der Ablauf immer gewährleistet ist. „Das Gute ist, dass der Wasserstand auch im Sommer bei diesem System nicht sinkt, selbst wenn es lange Zeit nicht regnet. Also wird das Prinzip auch dann funktionieren“, kündigt Goebel an.

Ihm gefällt sehr, was er hinter der St.-Johannis-Kirche sieht. „Das ist wirklich super geworden. Die Visselquelle als Namensgeber der Stadt ist wunderschön in Szene gesetzt.“ Besonders sticht für ihn heraus, dass die Bürger nun direkt an das Wasser können. Ein neuer Weg führt ans Ufer. Das war vor der Maßnahme durch dichtes Gebüsch nicht möglich. Auch das Gelände um die Quelle ringsherum ist nun angepasst. Künstlich angelegte Hügel zieren das Bild, dort ist bereits Rasen angesät. „Es sollte alles ohne Ecken und Kreuzungen sein. Sanfte Kurven bestimmen das Bild“, erläutert Priebe.

Ein Bachlauf führt von der Quelle zum Abfluss.

All die Maßnahmen haben natürlich auch etwas gekostet. 60.000 Euro wurde für das Projekt verbaut. 14  500 Euro hat der Lions-Club Visselhövede gespendet und auch Sitzmöglichkeiten angeschafft. 11 000 Euro kommen von der Kirchengemeinde hinzu. Die Stadt zahlt also die verbleibenden 34 .500 Euro und hat keine öffentlichen Fördertöpfe angezapft. „Dann hätten wir nämlich nicht so frei handeln können“, erklärt Goebel.

Eigentlich war ein Festakt zur Eröffnung geplant. Den gibt es aufgrund der CoronaKrise nun aber erst später im Sommer. Das neue Werk begutachten können die Visselhöveder aber ab sofort. „Ostern und der Frühling stehen vor der Tür. Da freut es uns, dass die Leute nach den Corona-Regeln das Gelände nutzen können“, sagt Goebel.

Der Wasserfall sorgt für die Zirkulation und Sauerstoff.

Er spricht von einem sehr schönen Zentrum der Stadt mit dem Zusammenspiel des Marktplatzes, der St.-Johannis-Kirche und der Visselquelle. „So einen hübschen Ort muss man erst mal suchen“, findet der Bürgermeister. „Jetzt gilt es, die soziale Verantwortung wahrzunehmen und die Quelle nicht mit Müll zu verschmutzen.“

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