Vom Anschluss der Familie Elbers/Friedrichs werden fremde Leute belästigt

Nächtlicher Telefonterror: Niemand findet den Fehler

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Elvira Elbers ist im Moment nicht zum Lachen zumute, wenn sie den Telefonhörer abnimmt.

Nindorf - Von Jens Wieters. Ein Hackerangriff, ein Fehler im Verteilerkasten, die NSA oder doch ein übler Streich? Von dem Telefon der Nindorfer Familie Elbers/Friedrichs werden jedenfalls seit Weihnachten unentwegt andere Menschen angerufen – obwohl in Nindorf niemand zu Hause und das Telefon sogar ausgestöpselt war.

„Das ist mittlerweile gar nicht mehr lustig, sondern schon richtig unangenehm“, ist Elvira Elbers das Lachen schon lange vergangen.

Am ersten Weihnachtstag habe der „Telefonterror“, wie das Nindorfer Paar die Vorkommnisse mittlerweile nennt, begonnen. „Da rief uns jemand aus Schwitschen an und fragte, was wir denn von ihm gewollt hätten mitten in der Nacht“, erzählt Gerhard Friedrichs. „Der Schwitscher berichtete, dass er unsere, ihm aber unbekannte Rufnummer auf dem Display gesehen und darum zurückgerufen habe.“

Nach dem Schwitscher meldeten sich weitere der Familie Elbers/Friedrichs völlig fremde Personen aus Jeddingen oder Visselhövede bei den Nindorfern, weil sie ebenfalls angerufen wurden. „Mal mitten in der Nacht, mal morgens um fünf, mal nachmittags, mal mehrfach hintereinander – völlig unterschiedlich, aber immer taucht unsere Nummer bei denen im Display auf“, ist Elvira Elbers schon völlig verzweifelt und bittet auf diesem Wege um Entschuldigung.

„Kurioserweise haben alle Angerufene nur eine vierstellige Nummer und kommen aus dem Raum Visselhövede“, hat Friedrichs recherchiert. Bis auf eine Ausnahme, denn plötzlich kam sogar noch die Polizei ins Spiel, die den Nindorfern einen Besuch abstattete und wissen wollte, warum das Paar ohne Grund ständig die Rettungsleitstelle in Zeven belästigen würde.

„Aber auch dort haben wir nicht angerufen“, schwört Friedrichs, der nach dem Besuch der Ordnungskräfte das Telefonkabel aus der Steckdose des Hausanschlusses riss, um Nägel mit Köpfen zu machen.

Doch Pustekuchen: „Obwohl wir zwischendurch gar nicht mit dem Netz der Telekom verbunden waren, wurde unsere Nummer weiter für die Anrufe genutzt“, sagt Elvira Elbers, die sich natürlich bei dem größten deutschen Anbieter beschwerte. „Dort gab es nur die Mitteilung, dass man sich bald kümmern wolle.“

Zwischen Weihnachten und Neujahr habe sich aber nichts getan. Friedrichs: „Erst Anfang Januar haben wir einen Anruf von der Telekom erhalten, dass nun alles in Ordnung sei.“ Also steckten die Nindorfer froher Hoffnung den Stecker wieder in die Dose, um endlich in Frieden telefonieren zu können. „Aber es dauerte gar nicht lange und wir bekamen die ersten Beschwerdeanrufe mit der Frage, was denn unsere nächtliche Störung solle“, klagt Elbers.

Also wurde erneut die Telekom beauftragt, den Fehler zu beheben. „Schließlich war auch ein Monteur vor Ort, der ein bisschen an dem Verteilerkasten rumgefummelt hat, sich den Fehler aber auch nicht erklären konnte und unverrichteter Dinge wieder abrückte“, berichtet Friedrichs.

Die Leitstelle des Rettungswesens habe laut Elbers mittlerweile reagiert und rufe regelmäßig ihre Handynummer an, um zu fragen, ob ein echter Notfall vorliege oder ob es sich wieder nur um diese Geisteranrufe handele.

„Ich möchte auf diesem Wege nur bitten, dass die Visselhöveder ihr Telefon klingeln lassen, wenn sie die 4860 sehen. Das ist nämlich unsere Nummer, aber wir sind gar nicht dran“, so Gerhard Friedrichs, der natürlich hofft, dass der Fehler bald behoben wird.

Der Kundendienst der Telekom hat scheinbar mit vielen dieser Fälle zu tun, denn mehrfache Versuche unserer Zeitung dort jemanden zu erreichen, landeten in der Warteschleife.

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