Weiter eine Zwischenlösung

Alte Grundschule bleibt zunächst als Kindergarten erhalten

In der alten Dorfschule sind aktuell Kindergartenkinder untergebracht.
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In der alten Dorfschule sind aktuell Kindergartenkinder untergebracht.

Wittorf – Die Nutzung der ehemaligen Dorfschule ist ein Thema, das Wittorfs Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) schon seit seinem Amtsantritt am Herzen liegt. So hatte er schon 2019 die Idee formuliert, mit Ortsrat und Dorfverein gemeinsam eine weitere und irgendwann auch einmal finale Nutzung für die Räume zu organisieren. Endgültig geklärt ist dieser Punkt allerdings noch nicht.

Genutzt wird die ehemalige Schule dennoch. Gut zwei Jahre fanden hier die „Feldmäuse“ des Botheler Kindergartens ein Zuhause. In deren Räumlichkeiten hatte es gebrannt, „daher gab es für die Kinder eben hier in der früheren Schule eine provisorische Einrichtung“, berichtete Gerken im Rahmen der Ortsratssitzung. Dieses Provisorium sei nun beendet, doch gebe es bereits das nächste, so Gerken.

Dieser neue Zustand sei entstanden, weil es in Visselhövede aktuell nicht ausreichend Platz in den Kindergärten gibt. Das hatte Bürgermeister Ralf Goebel zuletzt Mitte April während einer Sitzung des Bauausschusses erklärt. Ein Mangel sei trotz des Baus des Primar Campus’ und den dort entstehenden Kindergartenplätzen nicht von der Hand zu weisen. Selbst nach der Fertigstellung des Neubaus gebe es noch immer zu wenig Plätze, hatte Goebel erklärt. Auch Gerken berichtete nun: „Der hiesige Kindergarten ist voll. In Visselhövede soll zwar jetzt auf dem Grundstück mit der ehemaligen Schützenhalle ein Kindergarten entstehen, aber das dauert ja alles noch“. Demnach werde es wohl die nächsten zwei Jahre wieder ein Provisorium in den früheren Schulräumen geben.

Die Zwergenstube ist der eigentliche Kindergarten in Wittorf, die Betreuungsplätze sind auch hier knapp.

Später einmal, so formulierte er einen weiteren Ansatz, könne es vielleicht eine Tagespflege in dem Gebäude geben, aber jetzt sei erst mal die Kindergartenfrage zu lösen. Auf Rückfrage erklärte er, dass auf dem Schulgelände nach wie vor auch die Wohnung vorhanden sei. Theoretisch hätte man daher, rein vom Platz her, sogar insgesamt drei Kindergartengruppen vor Ort installieren können.

„Aber wenn es drei Gruppen sind, braucht man zwingend eine sehr große Bewegungshalle“, so Gerken. Der Gesetzgeber schreibe das vor, und das im Prinzip oft genug leer stehende Dorfgemeinschaftshaus biete zwar den Platz und sei in der Nähe – aber diese Lösung werde von offizieller Seite nicht akzeptiert. Eine andere Lösung, etwa durch den Bau einer Bewegungshalle, sei zu teuer, daher gebe es nun nur zwei Gruppen.

„Die Wohnung soll aber nicht vermietet, sondern anderweitig genutzt werden“, so Gerken weiter. Der Ortsrat nahm diesen Sachstand ohne weitere Diskussion zur Kenntnis – sicherlich wird das Thema „zukünftige Nutzung der ehemaligen Schule“ die Anwohner noch weiter begleiten, denn eine finale Konzept-Idee ist noch nicht in Sicht.

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