Bagger bewältigt Aufgabe

Teilabriss der Visselhöveder Grundschule: Alles im Griff

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Alle Holzbalken des Dachstuhls wandern in einen Container.

Visselhövede - Ein Teil der Kastaniengrundschule in Visselhövede wird derzeit abgerissen. Der Gebäudeteil macht Platz für einen Neubau für den Primar Campus. Der große Bagger steht am Montagmorgen schon bereit. Auf dem Schulhof liegen Steine und Metalle fein säuberlich sortiert. Daneben großes Werkzeug, das auch zum Bagger gehört, an dem sich aber jetzt ein Greifarm befindet.

Kurz darauf legt die Maschine los. Der Motor des Kettenfahrzeugs surrt, während der Mann in der Kabine es auf den Haufen Steinschutt manövriert. Der Greifarm langt in den Steinhaufen und scheint darin zu graben. Staub wirbelt auf, es riecht nach den zerschlagenen Steinen. Dann greift der Arm des Baggers gezielt in den Dachstuhl, zieht und rüttelt daran, bis sich ein Teil löst. Die Holzbalken verfrachtet der Baggerfahrer mit der großen Maschine in einen dafür vorgesehenen Container. Es ist nicht einmal laut, während er das macht. Nur das Surren des Baggers ist zu hören. Aber dann drückt der Greifarm die Holzelemente in dem Container zusammen, um mehr Platz zu schaffen. Dabei scheppert es einmal ordentlich.

Das Bild, das sich in diesen Tagen vor der Grundschule bietet, zeigt, dass hinter so einem Abriss einige Vorarbeit steckt. Einfach einen Container bestellen, in dem alles entsorgt wird, reicht nicht, verdeutlicht Karin Stegmann vom Bauamt der Stadt Visselhövede. Bereits im Juni begann diese Vorbereitung mit dem Besuch eines Gutachters. Der habe Proben genommen – etwa vom Dämmmaterial – und diese auf Schadstoffe untersucht. Denn alles, was in der Schule verbaut ist, muss korrekt entsorgt werden, egal, ob Dämmmaterial oder die Dachpappe. Das Gutachten musste noch vor der Ausschreibung vorliegen, erklärt Stegmann. Denn das helfe den Firmen zu entscheiden, ob sie den Auftrag ausführen können. In der vergangenen Woche, berichtet Stegmann, haben die Mitarbeiter der Abrissfirma bereits im Innenbereich den Rückbau abgeschlossen. Bestimmte Stoffe, wie Dammwolle haben sie in sogenannte Bigpacks verstaut, sodass diese Materialien geschlossen entsorgt werden können.

Der Bauschutt wird sortiert: Die Metallteile liegen auf einem Haufen an der Seite.

Aber auch bei den Arbeiten am Rohbau muss weiterhin gut sortiert werden. Steine seien verhältnismäßig einfach zu entsorgen. Anders sehe es schon wieder bei Holz aus, das häufig behandelt ist und daher als Sondermüll in die Entsorgung gelangt. Auch Metalle müssen als Wertstoff sorgfältig sortiert werden. Auf dem Schulhof stehen mehrere Container hierfür bereit.

Vier Klassenzimmer und das Dach müssen weichen. Ein Klassenzimmer und der Trakt mit den Sanitäranlagen allerdings bleibt zunächst und wird erst später, wenn der Neubau fertig ist, entfernt. Für den Abriss in zwei Schritten haben sich Stadt und Schule entschieden, damit die Schüler weiterhin an dem Standort unterrichtet werden können und keine Klasse ausgelagert werden muss. Die vier fehlenden Klassenzimmer werden bis zur Fertigstellung des Neubaus mit Fach- und Betreuungsräumen kompensiert. Dieses Vorgehen allerdings erfordert besondere Vorsicht. Schließlich sollen die verbliebenen Gebäudeteile stand-- und wetterfest bleiben. Dafür ist ein Statiker eingebunden, berichtet Stegmann, die froh ist, dass die Arbeiten kurz nach den Ferien abgeschlossen sein sollen. So wird der Unterricht nicht durch Lärm beeinträchtigt.

Mehrere Werkzeuge für den Bagger kommen zum Einsatz.

Insgesamt werden die Abrissarbeiten rund zwei Wochen dauern. Dann rückt der Neubau in den Fokus der Verwaltung. Hierfür starte das Rathaus jetzt die Ausschreibungen. Geht alles gut und das Wetter passt, könnten dann die Bagger im Dezember wieder rollen, um mit den Erdarbeiten für das neue Gebäude zu starten.

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