Aktuell 340 Flüchtlinge in der Kaserne / 27 feste Mitarbeiter und viele Helfer

DRK leitet Notunterkunft

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Nach der Übergabe (v.l.): Rolf Eckhoff und Lars Neugebauer (beide DRK), Heike von Ostrowski, Gerd Hachmöller, Martina Karstens, Michael Meyer und Silke Hinze (alle Landkreis).

Visselhövede - Von Jens Wieters. Betreiberwechsel in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Visselhöveder Kaserne Lehnsheide: Seit Dienstag leitet der DRK-Kreisverband Bremervörde mit 27 festen Mitarbeitern das Camp an der Celler Straße, in dem zurzeit rund 340 Menschen untergebracht sind. Bisher fungierte der Landkreis Rotenburg als Betreiber, ist aber auch jetzt noch verantwortlich und Ansprechpartner für das Land.

„Als Mitte Oktober das erste Amtshilfeersuchen des Landes beim Landkreis eintraf, musste die Verwaltung in kurzer Zeit eine Notunterkunft aufbauen und auch betreiben. Insgesamt waren von Mitte Oktober bis Ende November mehr als 150 Mitarbeiter der Landkreis-Verwaltung vor Ort“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus.

Sie seien im Leitungsteam, beim Check-In nach der Ankunft der Busse, bei der Essensausgabe oder auch in der Kleiderkammer aktiv gewesen. Außerdem hätten unzählige freiwillige Helfer in allen Bereichen mitgearbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, die noch bis Ende des Jahres in der Kaserne stationiert ist, habe schnell und unbürokratisch funktioniert. So habe das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in kurzer Zeit dafür gesorgt, dass alle Räume vor Ort genutzt werden konnten.

Landrat Hermann Luttmann (CDU) dankte in der Mitteilung allen Beteiligten für ihre Hilfe: „Unsere Mitarbeiter und die freiwilligen Helfer haben einen großartigen Einsatz gezeigt. Jeden Tag in der Woche, rund um die Uhr war immer jemand bereit, vor Ort zu helfen. Vom Aufbau der Zäune durch unsere Gärtner, über die Einrichtung der Zimmer bis zum Empfang der Flüchtlinge oft mitten in der Nacht.“

In den vergangenen Wochen sei die Übergabe vom Landkreis an das DRK in den einzelnen Bereichen wie Essensausgabe oder die Koordination der freiwilligen Helfer schrittweise vollzogen worden.

Neuer Leiter der Notunterkunft ist demnach Lars Neugebauer, der den Betrieb in enger Abstimmung mit dem Landkreis leitet. Rolf Eckhoff, Geschäftsführer des DRK Kreisverbands Bremervörde, und Heike von Ostrowski, die für das Thema zuständige Dezernentin beim Landkreis, sind mit der Situation vor Ort zufrieden. „Die Kaserne ist ein Glücksfall für den Landkreis. Wir mussten bisher keine Flüchtlinge in Sporthallen unterbringen, und die Situation für die Flüchtlinge hier vor Ort ist ruhig und entspannt“, so von Ostrowski.

Neben den festen DRK-Mitarbeitern sind noch viele freiwillige Helfer im Einsatz. „Für die Flüchtlingskinder wurde in den vergangenen Wochen ein Kindergarten eröffnet, der in zwei Gruppen die Kinder vormittags und nachmittags betreut. Dank des Engagements von freiwilligen Helfern werden ab sofort Deutschkurse für alle interessierten Flüchtlinge angeboten werden, Sportangebote sind in Planung“, heißt es in der Mitteilung.

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