Baulückenkataster zeigt freie Grundstücke

Aktion des Bürgervereins: Wittorf soll wachsen

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Rund 20 Bauplätze gibt es in Wittorf. Unter anderem sind noch viele Grundstücke An der alten Bahn frei.

Wittorf - Von Jens Wieters. Wer in Wittorf einen Bauplatz sucht, hat entweder die Möglichkeit, sich eine Fläche im bereits erschlossenen Baugebiet An der alten Bahn auszusuchen, oder aber bei der Visselhöveder Stadtverwaltung vorstellig zu werden und nachzufragen, wo noch was machbar ist. Jetzt können sich Bauwillige aber den Weg sparen, denn der Wittorfer Bürgerverein hat ein sogenanntes Baulückenkataster in Auftrag gegeben.

„Wir haben uns schon damals bei der Gründung unseres Vereins ganz oben auf die Agenda geschrieben, dass wir die Bürger in unserem Dorf halten wollen“, sagt Heiner Tamke, Vorsitzender des Bürgervereins, der vor zwei Jahren seine Arbeit aufgenommen hat. Und dazu zähle vor allem, jungen Menschen und Familien zu ermöglichen, im Dorf ein Haus zu bauen oder eine geeignete Wohnung zu finden. „Als dann immer häufiger die Frage nach Grundstücken auftauchte, haben wir uns entschlossen, gemeinsam mit der Planungsgemeinschaft Nord aus Rotenburg ein Baulückenkataster zu erstellen“, begründet Tamke diese für einen Dorfverein doch eher ungewöhnliche Aktion.

Die Wittorfer hätten sich natürlich auch an das Bauamt der Stadtverwaltung wenden können, schließlich hat das Kataster im Kernort für reichlich kleine Baugebiete und damit für einige Ein- und Mehrfamilienhäuser gesorgt.

Tamke: „Aber die Fachleute dort haben noch eine Menge anderer Dinge zu tun, sodass wir die Grundstück-Bestandsaufnahme für unser Dorf selber in die Hand genommen haben.“

Heraus gekommen ist eine detaillierte Karte, auf der die Grundstücke eingezeichnet sind, die aktuell problemlos bebaut werden könnten. „Und da waren wir selber ein wenig überrascht, was neben dem Gebiet An der alten Bahn nach alles möglich ist“, berichtet der Bürgervereinsvorsitzende. So seien dabei 21 Plätz herausgekommen.

Aber Tamke weiß, dass Grundstücksangelegenheiten ein sehr sensibles Thema seien, „gerade in einem Dorf, wo jeder jeden kennt“. Dennoch glaubt er nicht, dass sich die aktuellen Grundstückseigentümer gegenseitig ausspielen würden, wenn es um den Verkaufspreis gehe. „Und wir haben natürlich noch längst nicht alle gefragt, ob sie sich überhaupt vorstellen könnten, einige Quadratmeter ihrer Flächen zu verkaufen.“

Wenn der Verein es mit diesem Kataster aber ermöglichen könne, dass in den nächsten Jahren zehn Grundstücke bebaut würden, sei man schon ein großes Stück weiter, die Eigenentwicklung Wittorfs voranzutreiben.

„Denn als damals die Dorfschule geschlossen wurde, haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wir unseren Ort für die Bürger attraktiver machen können, damit wir nach und nach nicht immer weniger Einwohner werden. Das Baulückenkataster ist eine Maßnahme, um entsprechend gegenzusteuern“, sagt Tamke, der nun gemeinsam mit seinen Mitstreitern auf entsprechende Anfragen wartet.

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