Abgeordnete Elke Twesten zufrieden mit Entscheidung des Dialogforums Schiene-Nord

„Teilprojekte entlasten unmittelbar“

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Elke Twesten

Visselhövede/Bothel - DieScheeßeler Grünen-Landtagsabgeordnete Elke Twesten hat die Entscheidung des Dialogforums Schiene-Nord zugunsten der Alpha-Variante und gegen die Y-Trasse begrüßt. In einer Rede bei einer Aktuellen Stunde der SPD im niedersächsischen Landtag zum Hafenhinterlandverkehr am Dienstag bezeichnete sie die Entscheidung des Dialogforums als „Meilenstein auf dem Weg nicht nur zu einer vernünftig miteinander abgestimmten Infrastrukturpolitik für den Norden“ sowie als die Lösung für die seit Jahren umtreibende Frage, wie der Hafenhinterlandverkehr im Norden schnell, effizient und wirtschaftlich organisiert werden könne.

Das „unselige Projekt Y-Trasse“ sei angesichts des Investitionsvolumens von bis zu 5,2 Milliarden Euro nicht zu rechtfertigen. „Es war Zeit, die Trasse ad acta zu legen und ich bedanke mich im Namen aller vormals Betroffenen im Landkreis Rotenburg und aus der gesamten Region von Verden bis nach Celle bei allen Beteiligten für ihr jeweils jahrelanges und ausdauerndes Engagement, die Y-Trasse schlussendlich auf dem Abstellgleis zu entsorgen“, sagte Twesten.

Alle Fachleute hätten seit Jahren darauf verwiesen, dass das Y für die Engpässe im Rahmen der Hafenhinterlandanbindung nicht geeignet sei und mit einfachen und kostengünstigeren Ausbaumaßnahmen weitaus flexiblere Kapazitäten für den Bahnverkehr geschaffen werden könnten, so die Grünen-Politikerin weiter. Umso erfreulicher sei es, dass nun auch die Bahn „realisiert hat, dass ein konsequenter Nebenstreckenausbau effektiver, günstiger und schneller zu realisieren ist“. Auch der Bund begreife nun, welche Bedeutung die Potenziale der nicht-bundeseigenen Strecken haben.

Auch der Ausbau der Strecke Rotenburg-Verden und die Amerika-Linie sei ein entscheidendes Argument für die Alternativen. „Niedersachsen benötigt Infrastrukturmaßnahmen, die einen sparsamen und effektiven Umgang mit öffentlichen Mitteln unterstützen und zeitnah realisiert werden können“, sagte sie.

Twesten weiter: „Eine besondere Gewichtung ist dem Faktor der ‚schnellen zeitlichen Realisierbarkeit‘ beigemessen worden – soll heißen, einzelne Teil-Strecken können schneller gebaut werden als eine große Trasse, und ein Teilprojekt zieht, sobald es fertig ist, einen unmittelbar entlastenden Effekt nach sich.“

Das Ziel sei eine effiziente Hafen- und Hinterlandvernetzung. Die Zunahme des Güterverkehres und insbesondere des Schienengüterverkehrs als Hafenhinterlandanbindung für Bremerhaven und Hamburg habe ein noch vor wenigen Jahren ungeahntes Ausmaß angenommen. Die gängigen Trassen der Deutschen Bahn seien bereits weitgehend ausgelastet oder überbelegt. Ohne kurzfristig umsetzbare Lösung drohe eine Abwanderung in die Häfen am Mittelmeer und Schwarzen Meer.

mro

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