76-jähriger Buchholzer hat einen Plan

Gerd Ehlers sieht Rettung der Visselquelle als unproblematisch

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Der Teich von Gerd Ehlers ist doppelt so groß wie die Visselquelle. Auch er hat seine Erfahrung mit Veralgung gemacht, kenne aber eine kostengünstigere Lösung als das Planungsbüro aus Bremen.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Das Herzstück und der Ursprung Visselhövedes ist und bleibt die Visselquelle – leider auch das damit einhergehende Problem des Algenbefalls.

Es wurde eine Fontäne eingesetzt, es wurde abgefischt und experimentiert, doch nichts half. Jüngst wurde das Konzept des Bremer Planungsbüros Polyplan aus Kostengründen im Ausschuss abgelehnt. Wenn man Gerd Ehlers auch Buchholz fragt, könnte das Wasserproblem schnell, einfach und zu einem Zwanzigstel der Kosten gelöst werden.

Der Buchholzer hat einen doppelt so großen Teich auf seinem Grundstück. „Auch hier schwimmen Blütenstaub im Frühling, Blätter im Herbst, Entenflott und Enten darauf herum. Ebenso trägt die Landwirtschaft durch Phosphor und Stickstoff zur Verschmutzung bei“, macht der ehemalige Maurer deutlich.

„Zu viele Tiere und zu wenig Fläche“

„Das Problem ist, dass es zu viele Tiere und zu wenig Fläche gibt, um den Mist darauf zu bringen“, macht der 76-Jährige deutlich. Hinzu käme, dass Visselhövede im Tal liegt. „Überall geht es bergauf, daher drücken hier an der Visselquelle die Ausscheidungen in die Erde. Blüten und Blätter können nicht ablaufen, nichts den Teich verlassen. Die Quelle hat zu wenig Wasser und der Abfluss ist zu klein. Durch den Unrat bilden sich Faulgase.“

Ehlers' Plan: „Zuerst müsste der Tümpel abgepumpt und geleert werden!“ Die Angst, dass das naheliegende Kirchengemäuer durch das Abpumpen absacken könnte, ist in Ehlers Augen unbegründet. Er hat auch hierfür eine Lösung: „Der Überlauf kann gestaut werden. Da ist kaum Wasser drin.“

Durch sein Konzept würde der Wasserspiegel bis zu fünf Zentimeter und mehr steigen und die Wasserqualität deutlich verbessert. „Wir wollen ja kein Trinkwasser, es geht nur um die Optik – einen schöneren Anblick. Das Wasser ist nicht so schlecht, es sind die Stickstoffe, die es trüben.“ Das Bremer Unternehmen wollte ein Kiesfeld von rund 80 Quadratmeter und einen Schacht links der Quelle setzen sowie eine Drainage am Ufer mit Pumpe zum Durchlaufen des Wassers.

„Ich würde es genau andersherum machen“

„Doch dadurch gehen die Schlickstoffe nicht weg. Ich würde es genau andersherum machen. Das Wasser, das überläuft durch eine Sperre auffangen und zwischen Pumpe und Sperre Brunnenringe einsetzen, in dem eine Pumpe das Wasser wieder zurückpumpt.“ So werden die Schwebstoffe aufgefangen und das Wasser vorab gereinigt. „Man sieht jetzt schon, wie viel Laub sich an der vorhandenen Sperre fängt.“ Je größer die Pumpe wäre, umso besser. Es würde immer mehr Wasser aufgebessert und vermehrt in den Teich durch eine Rohrleitung zurückgepumpt werden. Der dadurch entstehende Sprudel würde zusätzlich für Sauerstoff sorgen. „So würde das Wasser an zwei Stellen gereinigt. Eingesetzte Graskrapfen fressen den Entenflott.“ Rund 5 000 Euro, schätzt Ehlers, würde das Vorhaben statt der veranschlagten 100 000 Euro des Planungsbüros kosten. Welches übrigens noch jährlich 8 000 Euro zusätzlich für die Wartung einplante.

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