Der Kirchenvorstand der Stadtkirche hat viel erreicht / Neuwahlen im März 2012

Vernetzung, Verantwortung und dazu auch viel Spaß

Rotenburg - Kekse stehen gleich an mehreren Stellen auf dem Tisch, es gibt auch kalte Getränke und warmen Tee an diesem Abend. Ein bisschen Stärkung können die neun Kirchenvorsteher und drei Pastoren der Stadtkirchengemeinde Rotenburg gebrauchen, wenn sie sich treffen, um Tagesordnungen mit bis zu 13 Punkten abzuarbeiten.

Konzentration sei gefordert, denn das Gremium trage insbesondere die Verantwortung für Finanzen, Gebäude und Grundstücke, schreibt Anette Meyer. Sie kümmert sich im Kirchenkreis um die Pressearbeit. Das Team habe auch die Dienstaufsicht für die in der Gemeinde angestellten Mitarbeiter und sei mitverantwortlich für den Gottesdienst sowie die Konfirmandenarbeit. Doch was so trocken und ernst klinge, sei es in der Praxis nicht.

„Mir gefällt die Gemeinschaft in dieser Runde“, sagt Gisa-Annett Nolte. Sie wird von Waltraud Meyer unterstützt: „Das Miteinander ist wirklich sehr nett. Es macht viel Spaß, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten.“ In wenigen Monaten ist die sechsjährige Amtsperiode beendet. Am Sonntag, 18. März, sind Kirchenvorstandswahlen. Und ein Teil des Teams werde sich nicht mehr aufstellen lassen. Einige seien noch unentschlossen. Zu ihnen gehört Maria Janke. Ihre persönliche Situation habe sich so entwickelt, dass ihr die nötige Zeit fehle: „Ich habe den Wunsch, mich mehr einzubringen, kann es aber nicht. Das ist unbefriedigend.“

Dass sich in sechs Jahren Situationen ändern können, dafür habe jeder Verständnis. Auch dafür, nach einer Amtszeit wieder aus dem Gremium auszusteigen. Die Runde lebe zu großen Teilen aus der Vielfalt ihrer Mitglieder. „Ich finde es bemerkenswert, wie die Zusammenarbeit vieler Menschen zu einem Thema hier funktioniert. Es kommen so viel neue Ideen zusammen. Das macht die Arbeit attraktiv“, sagt beispielsweise Rolf Rinck. Er ist mit 24 Jahren der Jüngste in der Runde. Hilmer Drögemüller ergänzt: „Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie gut wir streiten können, ohne hinterher in irgendeiner Form nachtragend zu sein.“

Denn die Themen, die der Kirchenvorstand in den vergangenen Jahren anzupacken gehabt hätte, hätten sich nicht einfach nur abnicken lassen. Beispielsweise hätten knapper werdende Finanzen strukturelle Veränderungen nötig gemacht. „Mich haben die Umbrüche belastet. Die Vorstandsarbeit ist in diesem Punkt anstrengend“, sagt Gisa-Anett Noelte. „Auch ich habe mich teilweise geärgert, dass Geld unsere Arbeit so stark bestimmen soll“, pflichtet ihr Gisela Flake bei. Die Gefahr sei groß, über wichtigen Finanz- und Strukturplanungen andere Themen wie beispielsweise Gottesdienstgestaltung oder Jugendarbeit zu vernachlässigen.

Trotzdem seien letztlich alle stolz auf das Erreichte. Es seien Wege für eine engere Zusammenarbeit mit den Rotenburger Kirchengemeinden Auferstehung und Michael entwickelt sowie ein Kirchengemeindeverband gegründet worden. „Sich immer stärker zu vernetzen, ist die Zukunft und ein vernünftiger Weg“, bestätigt Drögemüller.

Wer Interesse hat, für die nächste Amtsperiode am 18. März 2012 zu kandidieren, kann sich unter Telefon 04261 / 4962 für die Rotenburger Stadtkirchengemeinde an Pastorin Heide Wehling-Keilhack wenden. Darüber hinaus geben die Gemeindebüros im Kirchenkreis gerne Auskunft.

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