Bauausschuss besichtigt das Gelände der Kaserne Lehnsheide / privater Investor gesucht

„Verkauf scheitert nicht am Preis“

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Michael Kämmerer und Fred Pohlmann (v.l.) lauschen ebenso den Worten von Wera Buhr (3.v.l.) wie Franka Strehse (l.). ·

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Der Bauausschuss der Stadt Visselhövede hat gestern die Kaserne Lehnsheide besichtigt, um sich einen Eindruck über die mögliche Nachnutzung zu verschaffen. Oberstleutnant Michael Kämmerer führte den Besuch über das Gelände an der Celler Straße. Mit dabei waren auch Jürgen Hohmann und Wera Buhr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die für den Verkauf zuständig ist. Beim Gespräch mit den Mitgliedern des Bauausschusses machten sie deutlich, worauf es ihnen dabei ankommt.

Dass es um die Zukunft des Bundeswehrstandortes geschehen ist, betonte Kämmerer noch einmal. „Ich habe zwar noch keinen Zeitplan, aber die Auflösung wird kommen.“ Hohmann sagte zu dem Thema: „Entschieden wird nicht vor 2014.“

Beim Rundgang erklärten Kämmerer und Kasernenkommandant Fred Pohlmann den Zustand der Gebäude, die im Jahr 1972 errichtet wurden. So seien einige Häuser erst im vergangenen Jahr energetisch saniert worden, sagte Pohlmann. Auch die Elektrizität sei teilweise auf dem neuesten Stand, in einigen Häusern seien alle Räume mit einem Internetzugang ausgestattet.

Ob die Gebäude auf dem Kasernengelände abgerissen oder weiter genutzt werden, hängt letztlich von den Wünschen eines privaten Investors ab. Denn Ziel der Bima ist es, betonten Buhr und Hohmann, die Liegenschaft „marktgerecht“ und in der Gänze zu veräußern. „Das Gelände scheibchenweise zu verkaufen würde zu viele Arbeitskräfte bündeln“, meint Hohmann. „Finden wir bei der Ausschreibung keinen Investor, müssen wir uns nochmal mit der Kommune zusammensetzen.“

Auf die Anmerkung von Ratsherr Enno Precht (Grüne), die Stadt würde gerne vor der Entscheidung für einen Käufer in die Überlegungen mit eingebunden werden, entgegnete Buhr, dass die Planungshoheit zwar der Gemeinde zustehe. Die Entscheidung für einen Investor treffe jedoch die Bima, die Kommune sei für die Detailplanung zuständig. „Uns ist sehr an einer guten Zusammenarbeit gelegen“, betonte Buhr dennoch. „Unser Verhältnis wird ein Geben und Nehmen sein.“

Ob sich der von Bürgermeisterin Franka Strehse angestrebte Reitbetrieb mit den Plänen der Bima vereinbaren lässt, ist offen. Buhr ist jedoch zuversichtlich, dass Stadt und Bima eine Lösung finden. „Am Preis scheitert ein Verkauf nicht.“ · ber

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