Kein Einzelfall: Zerstörungswut bereitet in Scheeßel zunehmend Kopfzerbrechen

Vandalen schlagen im Waldklassenzimmer zu

Sinnlose Zerstörungswut durch einige wenige: Klaus Müller hat die Nase voll. ·
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Sinnlose Zerstörungswut durch einige wenige: Klaus Müller hat die Nase voll. ·

Scheessel - Das Waldklassenzimmer am Wümmewanderweg in Scheeßel erfreut sich reger Beliebtheit bei Schulklassen und Spaziergängern. Und auch bei Jugendlichen, die dort abends feiern – nicht immer ohne Spuren zu hinterlassen.

Gerade waren fünf der vom Lions-Club angeschafften Bänke und Tische restauriert worden, nun bietet sich ein Bild der Zerstörung: Ein Tisch wurde mitsamt Verankerung herausgerissen und zerstört, ein anderer fehlt komplett.

Eine Suche im näheren Umkreis ergibt: Der schwere Eichenbohlentisch wurde rund sieben Meter tief die Böschung zur Wümme herunter geworfen. Klaus Müller, der Eigentümer des Waldstücks, ist fassungslos: „Ich verstehe es einfach nicht – da zerstören einige wenige, woran eigentlich alle Freude haben sollten!“

Der Übergriff einzelner gegen Allgemeineigentum ist kein Einzelfall: Beschmierte Bäume im Amtsvogteipark, der Diebstahl einer Jeersdorfer Ruhebank oder der Raub sämtlicher Bücher aus der neu eingerichteten „Bücher-Box“ in Ostervesede – in jüngster Zeit häufen sich die Fälle. Und auch das Waldklassenzimmer wurde nicht zum ersten Mal demoliert – für Müller ein großes Ärgernis. Als er dem Lions-Club vor rund 15 Jahren die Aufstellung von Tischen und Bänken auf seinem Waldgrundstück erlaubte, war die Prämisse, dass er als Eigentümer keine Nachteile haben sollte.

Nun sieht er fast täglich nach dem Rechten, sammelt Bierdosen, Schnapsflaschen und anderen Müll ein, der nur wenige Meter neben dem gemeindeeigenen Mülleimer entfernt liegt. „Neulich hat jemand einen kompletten Grill samt Fischstäbchen hier stehen lassen“, meint der Pensionär kopfschüttelnd. Er hat allmählich die Nase voll. „Das passiert nicht zum ersten Mal. Die letzten Male habe ich die Bohlen wieder eingesammelt, damit die Waldmöbel wieder repariert werden können – ein Mal ist dann sogar das bereit gelegte Holz geklaut worden.“

Rainer Schild, der Initiator des Waldklassenzimmers und unermüdlicher Kämpfer gegen den Vandalismus, versicherte auf Nachfrage unserer Zeitung: „Natürlich bemühen wir uns seit Jahren, die Schäden immer wieder zu reparieren. Es wäre doch schade, wenn sich die Sache nicht in den Griff bekommen lässt und das Waldklassenzimmer abgebaut werden müsste!“ · hey

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