Askin Ensemble aus Istanbul macht Kenner mit osmanischer Musik bekannt

Ungewohnte Klänge

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Das Askin Ensemble aus Istanbul machte am Sonntagabend im Rahmen des Musikfestivals Lüneburger Heide in der Visselhöveder St.-Johannis-Kirche die Zuhörer mit musikalischen Werken türkischer Komponistinnen bekannt. Und die Besucher waren auch gespannt, wie sich türkische Musik anhört, die auf europäischen Instrumenten gespielt wird.

Denn ein Streichquartett mit erster und zweiter Violine, Viola und Violoncello ist dem europäischen Musikfreund bestens bekannt. Aber da war noch ein weiterer Musiker, der auf der Ud die Melodien spielte. Die Ud ist eine türkische Laute, und sie brachte den eigenen Sound in die Gruppe. Ursprünglich ist die türkische Musik vorwiegend einstimmig. Die vorgetragenen Stücke waren deshalb alles Bearbeitungen des türkischen Komponisten Salih Kartal. Während also die Ud bereits einen eigenen Klang in die Gruppe brachte, sorgte die junge Sängerin Rahsan Apay dafür, dass die Zuhörer merkten, woher die Musik kam. Weder sind die Tonfolgen noch ist die Sprache den europäischen Ohren vertraut. Auch der in der westlichen Musik gebräuchliche Wechsel von laut und leise ist hier eine eher gleichbleibende Lautstärke. Die junge Musikerin sang mit kräftiger, zuweilen scharfer Stimme mit wenig Vibrato. Mit sparsamen Gesten unterstützte sie ihre Darbietung. In ihrer Stimmung waren die Lieder eher melancholisch. Lächeln sah man Apay nur beim Verbeugen. So war ihrem Gesang nicht zu entnehmen, wovon er handelte. Doch man erfuhr, dass es die Liebe sei.

Nach zwei Instrumentalstücken und vier Liedern verabschiedete sich das Quartett (ohne Ud) mit einem Marsch in die Pause. Dabei war ungarisches Temperament zu spüren. Vielleicht lag es an der doch eher vertrauten Melodie und Rhythmus, dass dieses Stück besonders gut ankam. Nach der Pause folgten vier weitere Lieder, die zuletzt schon nicht mehr so fremd klangen.

Hatte man sich an die andere Musikform eingehört ? Im Finale trat jeder Musiker mit einem Solo auf, begleitet von den übrigen Spielern in gleichbleibendem Rhythmus. Da erst zeigte sich, dass auch die sonst eher begleitenden Instrumentalisten wahre Könner ihres Fachs sind. · wz

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