Der neue Einsatzwagen für die Streifen der Rotenburger Polizei hat auch „Yalp“

Trotz Erdgas sind weit über 200 Stundenkilometer drin

Polizeirat Holger Burmeister und Polizeikommissarin Janna Tietz mit dem neuen Erdgas-Passat der Rotenburger Beamten an der Erdgas-Tankstelle der Stadtwerke. ·

Rotenburg - Bislang trieben zumeist Dieselmotore die Fahrzeuge der Rotenburger Polizei an. Seit Freitag sind die Beamten noch umweltfreundlicher unterwegs: Sie erhielten einen von sechs „bivalenten“ Passat-Funkstreifenwagen, die neben einem Benzintank über einen Erdgasantrieb verfügen.

„2000 Kilo CO2 soll das im Laufe eines 250 000 Kilometer langen Funkstreifenlebens sparen“, rechnete das Innenministerium in Hannover aus. Neben den Umweltvorteilen spart das Land mit dem neuen Antrieb, der jetzt auf seine Alltagstauglichkeit getestet werden soll, rund 4000 Euro während seiner Laufzeit ein, berichtet die Inspektion.

Bereits seit 2007 testet die Polizei den neuen Antrieb. Bislang fehlte aber die für Einsatzfahrzeuge erforderliche Leistungsfähigkeit. Die bisherigen Erdgasfahrzeuge konnten allenfalls für Ermittlungsfahrten genutzt werden. Mit dem aktuellen leistungsstarken Erdgasantrieb können die Ordnungshüter auch schnellen Ganoven folgen. Und sollte der Erdgastank einmal leer sein, schaltet der Passat 1.4 TSI EcoFuel einfach auf den Benzintank um. „Auf diese Weise haben die Beamten bei Verfolgungsfahrten so oder so den längeren Atem“, ist sich der Leiter Einsatz der Rotenburger Polizeiinspektion, Polizeirat Holger Burmeister, sicher. Zudem erreicht der Gas-Passat eine Endgeschwindigkeit von weit über 200 km/h bei einer Beschleunigung von unter zehn Sekunden auf Tempo 100.

Die Erdgas-Tanks fassen 21 Kilo, die für rund 450 Kilometer Streifenfahrt reichen sollen. Der zusätzliche über 30 Liter fassende Kraftstofftank ermöglicht dem Fahrzeug eine Gesamtstrecke von bis zu 900 Kilometern. Dabei sind die Ordnungshüter sehr komfortabel unterwegs, denn der Kombi schaltet mit einer 7-Gang-Automatik zügig seine Gänge selbst.

Neues gibt es auch von der Sondersignalanlage zu berichten, sonst gemeinhin Martinshorn genannt: Drückt der Fahrer bei geschaltetem Blaulicht und der Blinkschrift „Halt Polizei“ nach vorn auf die Hupe, blinkt gelbes LED-Licht und es ertönt ein amerikanisches Polizeihorn. „Yalp“ heißt diese Einrichtung, die vorausfahrenden Autofahrern deutlich machen soll, dass die Beamten etwas von ihnen wollen. Die Ordnungshüter haben damit gute Erfahrungen gemacht, die vorausfahrenden Fahrer lenken sofort rechts ran. In den nächsten Tagen geht das neue Umweltauto in den alltäglichen Streifenbetrieb. Die mehr als 40 Beamten des Rotenburger Einsatz- und Streifendienstes freuen sich schon darauf, auch weil der Wagen mit neuester Technik und Komfort ausgerüstet ist. Polizeikommissarin Janna Tietz: „Er hat sogar eine Sitzheizung. Das ist sehr angenehm, wenn man nach einer Unfallaufnahme durchgeregnet wieder in den Streifenwagen steigt.“

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