Das plattdeutsche Theaterstück „As Phönix ut de Asch“ feiert Premiere

Totgesagte leben länger

„Wem gehören die Schmuckstücke?“ Matthias Bruns (v.l.) als Michael und Max Förster, Michael Voß alias Polizist Heribert Lausen, Bernd Luttmann als Antiquitätenhändler Schnittenköfer, Heike Netter alias Regina Förster und ihre Freundin Hella (Christa Voß). ·

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Die Theatergruppe des Plattdeutschen Vereins feierte am Sonnabend in der Aula der Heidetor Schule in Visselhövede eine Premiere. Die Schauspieler brachten die Kriminalkomödie in drei Akten „As Phönix ut de Asch“ (Untertitel: „Na dann bis zum nächsten Leben“) von Rolf A. Becker, niederdeutsch von Jan Harrjes zusammen auf die Bühne.

Komponist Michael (Matthias Bruns) und Regina (Heike Netter) sind blank „as en Kinderpopo“, nachdem sie zuvor in „sus und brus“ gelebt hatten. Michaels Erbschaft ist aufgebraucht und seine musikalischen Arrangements haben schon andere komponiert.

So stapeln sich unbezahlte Rechnungen und Mahnungen. Mit Bangen hofft Michael auf die Stelle als „Koopitator“ an der Oper. Als daraus nichts wird, täuscht er seinen eigenen Tod vor und taucht unter. Nun ist es Nachbarin Hellas (Christa Voß), Aufgabe, Freundin Regina zu trösten. Ausgerechnet da erscheint nicht nur Michaels verschollener Zwillingsbruder, der Weltenbummler Max (Matthias Bruns), sondern gesteht auch noch seine Liebe zur Schwägerin. Die gerät völlig aus der Fassung, als Kommissar Heribert Lausen (Michael Voß) mit dem lispelnden Schmuckhändler (Bernd Luttmann) zurückkehrt und verdeutlicht, dass es sich hier um einen Mord handelt. Ein Darsteller, der in drei Rollen schlüpft, eine Hauptdarstellerin, der man die widersprüchlichen Gefühle auch ansieht, eine selbstsichere Nachbarin, ein gar nicht so trotteliger Kriminalbeamter und ein lispelnder Antiquitätenhändler sind die Charaktere, die das Stück prägen.

Die Rolle der „Toflüstersche“ hatte Christine Luttmann, die sich auch für die Maske verantwortlich zeigte. Regie führte Angela Kirchfeld, ihre Assistenz hatte Erna Brunkhorst inne. Den Bühnenbau übernahmen Steffen Meyer, Gerd Brunkhorst und Gerd Steller. Die Frisuren gestaltete Tanja Cordes, für den Ton war Ingrid Bruns verantwortlich. Wer die rasante Komödie verpasst hat, hat am Sonnabend und Sonntag, 1. und 2. Oktober, jeweils um halb drei, noch einmal die Gelegenheit, das Stück zu sehen. · aki

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