Drei Senioren erwerben im Sottrumer Freibad die Auszeichnung im Dauerschwimmen

Mit dem Totenkopf aus dem Becken

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Viel Spaß im Sottrumer Freibad: Rosi Kortz (v.l.), Lothar Hahn und Hildegard Hahn mit ihren Trophäen. ·

Sottrum - Hildegard Hahn ist stolze Besitzerin eines goldenen Totenkopfes. Keine Angst, er ist weder gefährlich noch unappetitlich, sondern die Auszeichnung für zwei Stunden Dauerschwimmen.

Das Besondere dabei: In wenigen Monaten feiert die Bremerin ihren 80. Geburtstag. Zusammen mit der Stuckenborstelerin Rosi Kortz, immerhin auch schon 73 Jahre alt, legte sie die Prüfung im Sottrumer Freibad ab. Dritter im Bunde ist der 75-jährige Lothar Hahn, der für anderthalb Stunden das Abzeichen „Silberner Totenkopf“ erhielt.

Für die Senioren ist die Aktion nichts besonderes, denn sie schwimmen so gut wie jeden Tag mehr als eine Stunde im Freibad. „Bei mir sind es meistens anderthalb Stunden“, so Hildegard Hahn, die sich als Kind das Schwimmen in der Weser selbst beibrachte. Bis zum vergangenen Jahr war sie oft im Rotenburger Ronolulu zu Gast. „Einmal haben wir keinen Parkplatz gefunden. Auf dem Rückweg nach Bremen sahen wir in Sottrum dann das Hinweisschild ‚Freibad‘ und fuhren dort hin“, erzählt Lothar Hahn, „das war unser Glück.“ Vom ersten Augenblick an waren sie vom Freibad der Wieste-Gemeinde begeistert. „Eine sehr schöne Anlage, sauber und gepflegt“, schwärmt das Bremer Ehepaar.

Noch viel beeindruckter sind sie allerdings von den Menschen. „Wir sind hier gleich freundlich aufgenommen worden“, erinnert sich die Rentnerin. Von den Bädern in der Hansestadt seien sie es nicht gewohnt, auch von Unbekannten gegrüßt zu werden und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Aus dem Schwärmen kommen sie gar nicht mehr heraus, wenn von Schwimm-Meister Henry Kraft und seinem Kollegen Patrick Wallbaum die Rede ist. „Beide Bademeister sind klasse“, loben sie. „Sie sind sehr nett und können hervorragend mit den Gästen umgehen, selbst die Kinder verhalten sich bei ihnen diszipliniert.“

Um die Atmosphäre im Sottrumer Freibad zu genießen, nehmen sie auch eine Sstrecke von 100 Kilometern hin und zurück in Kauf. Für das kommende Jahr haben sie schon eine Saisonkarte bestellt. „Wasser ist mein Element“, berichtet Hildegard Hahn, die nach den zwei Stunden im Becken sogar fragt, ob es nicht auch noch ein „Diamantenen Totenkopf“ gäbe.

Auch Rosi Kortz hat sich als Kind selbst das Schwimmen beigebracht, damals in der Wieste an der Wassermühle in Stuckenborstel. Die Idee ihrer Bekannten, die Totenkopfprüfung abzulegen, animierte sie ebenfalls zur sportlichen Betätigung. Auch sonst ist die Seniorin sehr aktiv, denn seit Jahren erwirbt sie immer wieder das Sportabzeichen. Außerdem turnt die 73-Jährige in der Seniorengruppe des TSV Stuckenborstel. Dass Hildegard und Lothar Hahn vom Sottrumer Freibad schwärmen, kann sie gut verstehen. „Ich komme sehr gerne hierher“, sagt sie.

Patrick Wallbaum, inzwischen seit 13 Jahren im Beruf, ist angetan von der Leistung der Senioren. „Sie sind mit Abstand die Ältesten, denen ich den goldenen Totenkopf abgenommen habe“, betont Wallbaum. · ho

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