Handwerker-Nachwuchs stellt in der Volksbank Sottrum aus

Tischlergesellen überzeugen durch Kreativität und Können

Marco Schulz mit seinem Zauberkasten, für den er gleich zwei Preise zuerkannt bekam.
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Marco Schulz mit seinem Zauberkasten, für den er gleich zwei Preise zuerkannt bekam.

Sottrum - „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zu den örtlichen Banken geh’n“ – mit diesem an das beliebte Kinderlied angelehnten Satz eröffnete Matthias Dittrich, Vorstand der Volksbank Wümme-Wieste, die diesjährige Ausstellung der Gesellenstücke der Tischlerinnung in der Schalterhalle des Kreditinstituts in Sottrum.

Obermeister Helmut Siegmann (v.r.) und Ingo Düker von den Rotenburger BBS sind stolz auf die ausgezeichneten Tischlergesellen: Yannik Meyer (v.l.) Raphael Kirchfeld, Marco Schulz und Julischka Brosig. ·

Seit vielen Jahren ist es eine lieb gewonnene Tradition, dass die Sparkassen aus Scheeßel und Rotenburg sowie die Sottrumer Volksbank als Zeichen der Verantwortung für Region und Handwerk gemeinsam die Werke der frisch gebackenen Tischlergesellen präsentieren und prämieren. „Die positive Resonanz unserer Kundschaft zeigt, dass die jungen Gesellinnen und Gesellen gut gearbeitet und einen soliden Grundstein für ihre zukünftige berufliche Entwicklung gelegt haben“, führte Matthias Dittrich weiter aus. Sehr angetan von den sechs zur Schau gestellten Gesellenstücken zeigte sich auch Obermeister Helmut Siegmann aus Waffensen. „Es ist eine kleine Ausstellung, die ein sehr gutes Niveau hat“, freute er sich.

Ingo Düker, Fachlehrer an den BBS und stellvertretender Vorsitzender der Prüfungskommission, schilderte den Ablauf der Gesellenprüfung, wobei Julischka Brosig und René Heidtmann ebenfalls kurze Ausführungen gaben. Besonders vom Durchschnitt der theoretischen Prüfung mit 2,7 war Ingo Düker begeistert. „So gute Resultate habe ich in meiner 25-jährigen Tätigkeit noch nicht erlebt“, hob er hervor.

Die außergewöhnlich guten Ergebnisse lobte ebenfalls Lehrlingswart Hans-Dieter Henke, bevor er die mit Spannung erwartete Auszeichnung der Innungsbesten vornahm. Die höchste Gesamtpunktzahl konnte Marco Schulz, der in der Tischlerei der Rotenburger Werke gelernt hatte, erzielen. Den zweiten Platz erreichte Julischka Brosig (Tischlerei Christian Diercks, Hemslingen) vor Raphael Kirchfeld (Henke Holzwerkstätten, Kirchwalsede).

Während bei den Innungsbesten die Vertreter der Sparkassen den großen Wanderpokal und die Geldpreise überreichten, übernahm diese Aufgabe beim Wettbewerb „Die Gute Form“ Matthias Dittrich. „Die Gute Form“ zeichnet seit Jahren exzellent gestaltete Gesellenstücke der Tischler- und Schreinerinnung aus. Die Jury hatte die Aufgabe, die Qualität des Designs zu prämieren, das sich durch eine funktionelle, sachliche und trotzdem ästhetische Gestaltung auszeichnet und über den modischen Zeitgeist hinausgeht. „Ich bin froh, dass ich nicht in den Schuhen der Jury steckte“, sagte Dittrich. Der eindeutige Sieg ging – abermals an diesem Abend – an Marco Schulz mit seinem Zauberkoffer aus Kirschbaum und Wenge. Mit seinem Gesellenstück hat sich der 20-jährige Rotenburg selber einen Gefallen getan, denn der Hobby-Zauberer gehört zum „Magischen Zirkel“.

Für das „Telefon-Möbelstück aus Tineo“ erhielt Raphael Kirchfeld den zweiten Preis, während Yannik Meyer mit der „Aussteuertruhe aus Eiche“ den dritten Platz belegte. „Es wurde hervorragende Arbeit geleistet“, betonte Kreishandwerksmeister Friedrich Leefers. Noch bis zum 21. September können die Gesellenstücke in der Hauptstelle der Volksbank Wümme-Wieste während der Öffnungszeiten bewundert werden. Dann geht es für den Zauberkoffer von Marco Schulz weiter nach Hannover, wo er vom 13. bis 21. Oktober auf dem Messegelände für den Landesentscheid zur Schau stehen wird. · ho

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