Musiker des Kirchenkreises präsentieren „Spatzenmesse“ von W. A. Mozart

Tierlaute im Gotteshaus

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Gemeinsam zogen das Orchester und der Chor die Zuhörer in ihren Bann.

Sottrum - Die Bedeutung des Wortes Advent – „Ankunft“ – war das Leitmotiv des musikalischen Abends am dritten Advent in der Sottrumer St.-Georg-Kirche. Der Posaunenchor, unter der Leitung von Alfred Brandt-Höge, ermunterte am Anfang von der Empore aus mit „Macht hoch die Tür“ die Gemeinde, sich auf die Ankunft des Heilands vorzubereiten.

Das tat auch Pastor Olaf Feuerhake in der Lesung (Matthäus 21), die den Einzug von Jesus auf einem Esel nach Jerusalem zu Beginn der Leidensgeschichte des Herrn schildert, und belegte mit dem Psalm 24, dass auch schon im Alten Testament dazu aufgefordert wurde, „macht die Tore weit und die Türen der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe“. So erklang dann auch das Kirchenlied „Macht hoch die Tür“ mit der Unterstützung der Kirchenchöre aus Sottrum und Ottersberg jubelnd und kraftvoll.

In den Mittelpunkt des Abends hatte der Kirchenmusiker Johannes Kaußler die „missa brevis“ (KV 220) von Wolfgang Amadeus Mozart, die sogenannte „Spatzenmesse“ gestellt, die er so instrumentiert hatte, das sie nur von Musikern des eigenen Kirchenkreises gespielt werden konnte. Neben den Chören der St.-Georgs-Kantorei und dem Ottersberger Christopherus-Chor wirkten die Bläser- und Flötenkreise aus Fischerhude, Ottersberg und Sottrum unter der Leitung von Anja Kaußler bei dieser Messe mit. Mozart hatte dieses Stück 1775 komponiert als er noch in den ungeliebten Diensten des Erzbischofs Coloredo von Salzburg stand. Uraufgeführt wurde sie Ostern 1776 im Salzburger Dom und ihren Beinamen „Spatzenmesse“ erhielt dieses Werk, weil die Flötenklänge im Allegro des Sanctus an Vogelgezwitscher erinnern.

Die vier Solisten des Chors Christina Weber (Sopran), Inge Schmidt (Alt), Benjamin Faber (Tenor) und Cirk Leutze (Bass) verzauberten die zahlreichen Zuhörer mit ihren ausdrucksstarken Stimmen im Zusammenklang mit dem Chor und dem Orchester. Besonders im Zwiegespräch des Solistenquartetts im „Benedictus qui venit in nomine Domini“ erklangen der helle Sopran von Christina Weber und die metallisch klare Stimme des Tenors Benjamin Faber jubelnd über dem Hintergrund des Chors und versetzten die Zuhörer in erwartungsvolle Adventsstimmung.

Umrahmt wurde dieser Abend immer wieder von Kirchenliedern wie „O Heiland, reiß die Himmel auf“ oder „Wie soll ich dich empfangen“, die von der Gemeinde mitgesungen wurden und kraftvoll durch das Kirchenschiff erklangen. Mit Fürbitte und Segen von Pastor Feuerhake endete diese festliche Adventsmusik und geleitete dann die Gemeindemitglieder mit dem Posaunenchor und dem gemeinsam gesungenen Kirchenlied „Tochter Zion, freue dich“ in die kommende letzte Adventswoche. Die Sottrumer Gemeinde kann sich glücklich schätzen, einen solchen engagierten Kirchenmusiker wie Johannes Kaußler zu haben, der es immer wieder versteht, solche anspruchsvollen Werke zur Aufführung zu bringen. · hs

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