Corona: Ausstellung fällt auch 2021 aus

Tarmstedt sagt ab

Tor zum Veranstaltungsgelände in Tarmstedt
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Die Tore zum Veranstaltungsgelände in Tarmstedt bleiben auch 2021 geschlossen.

Tarmstedt – Lange hatten die Organisatoren am Konzept gefeilt und gehofft, auch in Zeiten der andauernden Pandemie irgendwie vor Ort etwas anbieten zu können. Aber seit Dienstagmorgen steht fest: Auch 2021 muss Norddeutschlands größte Regionalausstellung vor Ort ausfallen. Schon 2020 war es das so, 2019 war mit 117 000 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt worden. Die normalerweise größte Veranstaltung im Landkreis Rotenburg wandert damit wieder vermutlich ins Internet.

„Die in vielen Gebieten Deutschlands seit Ostern zum Teil dramatische Entwicklung der Corona-Pandemie macht die rechtzeitige, sachgerechte und erfolgversprechende Planung der 72. Tarmstedter Ausstellung, die am zweiten Juli-Wochenende vom 9. bis zum 12. Juli stattfinden sollte, unmöglich“, teilten die Organisatoren um die Geschäftsführer Dirk Gieschen und Frank Holle, Prokuristin Julia Wöltjen und dem Handlungsbevollmächtigten Jörg Weiß mit. Bis zuletzt habe das Ausstellungsteam das Konzept in Absprache mit Behörden und Ausstellern so weiterentwickelt, dass eine Durchführung im Rahmen aller zu erwartenden Auflagen möglich gewesen wäre. Hierfür seien bereits das Hygienekonzept abgestimmt und die benötigte digitale Infrastruktur für die Besucherregistrierung fertiggestellt worden.

Nur: „Wir können zwar alle Voraussetzungen sowohl technisch als auch organisatorisch erfüllen. Doch die dramatische Entwicklung der Infektionszahlen und die aktuellen Einschätzungen über den zu erwartenden Impffortschritt machen eine termingerechte Detailplanung inzwischen so schwierig, dass sie auch den Ausstellern, von denen viele bis zuletzt auf die Durchführung gedrängt haben, nicht mehr zuzumuten ist“, stellen die Macher fest. „Wir wollten den Ausstellern, Lieferanten und Dienstleistern die Wiederaufnahme ihres Geschäftes ermöglichen. Doch die Perspektiven sind zehn Wochen vor dem geplanten Veranstaltungstermin immer noch nicht gegeben. Wir sagen die Tarmstedter Ausstellung in dieser Form für dieses Jahr deshalb ab“, so das Geschäftsführungsteam.

Das Geschäftsführungsteam teilt weiterhin mit, dass es am eigentlichen Ausstellungstermin auf jeden Fall die „Tarmstedter Gespräche“ und die traditionelle Eröffnungsveranstaltung zumindest in digitaler Form geben werden. Die Planungen hierfür würden fortgesetzt. Ob es darüber hinaus an diesem Termin oder zu einem späteren Termin weitere Veranstaltungen geben werde, ließen die Ausstellungsorganisationen noch offen: „Unser Team arbeitet im Interesse aller Beteiligten weiter an realisierbaren Konzepten.“

Im Januar hatte Geschäftsführer Gieschen noch gesagt: „Es hilft uns nicht, wenn wir Angsthasen sind. Es hilft uns aber auch nicht, wenn wir übermütig sind.“ Eigentlich sollte die Ausstellung zumindest im Freien als Schau für die Branche stattfinden, da man auch eine gewisse Wirtschaftsförderungsfunktion habe. Doch das lässt Corona nun doch nicht zu.

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