Tarmstedter Ausstellung zielt auch in der 68. Auflage auf Fachpublikum und Familien

„Hackl Schorsch“ schaut im Flachland vorbei

Zuversichtlich: Die Organisatoren der Tarmstedter Ausstellung gemeinsam mit dem neuen Maskottchen „Bertha“, hier in Form einer Handpuppe. - Foto: Oertel

Tarmstedt - Von Stephan Oertel. Am Konzept der Tarmstedter Ausstellung soll im Kern nicht gerüttelt werden. Darin sind sich die Verantwortlichen einig. So erwartet die Besucher in der Zeit vom 8. bis zum 11. Juli wieder ein Mix aus Fachinformation und Familienprogramm. Und auch ein prominenter Gast.

Das Flachland ist eigentlich nicht so sein Terrain, zur Tarmstedter Ausstellung kommt er aber auch nicht, um zu rodeln, sondern um sich insbesondere über das Thema Biogas zu informieren. Die Rede ist von Georg Hackl, vielen auch bekannt als „Hackl Schorsch“. Der mehrfache Olympiasieger wird laut Ausstellungsgeschäftsführer Frank Holle zur Eröffnungsfeier am Freitag, 8. Juli, erwartet.

Der 49 Jahre alte ehemalige Rennrodler engagiert sich für erneuerbare Energien und betont insbesondere das Potenzial von Biogas für die Energiewende. Eben das ist eines der Themen während der Ausstellung in Tarmstedt.

Angesichts der gravierenden Entwicklungen in der Landwirtschaft hatten sich die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten Gedanken darüber gemacht, ob die Tarmstedter Ausstellung in ihrer bisherigen Form zeitgemäß ist. Am Ende waren sie überzeugt: Sie ist es. Während sich viele landwirtschaftliche Messen spezialisiert haben, bleibt die Veranstaltung in Tarmstedt offen für Fachpublikum und Besucher, die etwas erleben und einen schönen Tag verbringen wollen. „Wir bilden die Region ab“, brachte es Gieschen in einem Pressegespräch auf den Punkt.

Die Besucher finden auf dem 18 Hektar großen Gelände zahlreiche Angebote und Informationen rund um die Bereiche Haus, Garten, Freizeit und Familie. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, wofür unter anderem Live-Musik, Disco, Show und Angebote für Kinder stehen auf dem Programm. Zum Beispiel gibt es ein Mini-Bungee-Jumping und eine Hüpfburg in Kuhform.

Als Besuchermagnet dürfte sich einmal mehr das Tier-schaugelände erweisen, das ein wenig anders gestaltet wird als in den Vorjahren. Dadurch werden nicht zuletzt die Präsentationsmöglichkeiten verbessert, erklärte der für diesen Bereich zuständige Frank Löwentat. Und: Am Showring wird es eine Rampe für Rollstuhlfahrer geben. Das Programm spricht Fachpublikum und Familien an. Pferde, Rinder, Hunde, Schafe, Alpakas und Falken sind zu sehen. Neben der Darstellung züchterischer Leistungen ist Show angesagt, etwa wenn es um die hohe Schule der Reiterei geht oder „römische Legionäre“ in der Quadriga durch den Ring fahren.

Nach wie vor aber ist die Tarmstedter Ausstellung vor allem eine Messe für Landwirte. Neben der Präsentation von Waren und Dienstleistungen steht das Gespräch im Vordergrund. Angesichts des hohen Kostendrucks, dem viele Bauern ausgesetzt sind, ist dieser Aspekt besonders wichtig, betonte Gieschen. Die „Tarmstedter Gespräche“ runden das Angebot ab. Dabei geht es um Trends aus den Bereichen Landwirtschaft und erneuerbare Energien.

Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass ihr Konzept aufgeht. Immerhin ist das Gelände ausgebucht. 750 Aussteller haben zugesagt. Jetzt müssen nur noch die Besucher kommen. Mehr als 90 000 waren es in den vergangenen Jahren. Diese Zahl wird auch diesmal angepeilt.

Die Ausstellung ist von Freitag bis Montag, 8. bis 11. Juli, jeweils ab 9 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet acht Euro (ermäßigt sechs Euro). Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen nur zwei Euro.

Mehr zum Thema:

VfB baut dank Terodde Tabellenführung aus - Aue in Not

VfB baut dank Terodde Tabellenführung aus - Aue in Not

Karneval in Riede - Tag 1

Karneval in Riede - Tag 1

Karneval in Riede - Tag 2

Karneval in Riede - Tag 2

Fasching in Hassel

Fasching in Hassel

Meistgelesene Artikel

Zurück zum alten System: Eingangsstufe hat ausgedient

Zurück zum alten System: Eingangsstufe hat ausgedient

Der „Quantensprung“

Der „Quantensprung“

Mit 2,2 Promille unterwegs

Mit 2,2 Promille unterwegs

„Wir haben einen großen Schatz“

„Wir haben einen großen Schatz“

Kommentare