Baustellen bei der SPD

Die Genossen im Landkreis Rotenburg sind auf der Suche

Jochen Albinger
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Jochen Albinger hat mit seiner Ankündigung, für das Amt des Tarmstedter Samtgemeindebürgermeisters zu kandidieren, für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Auch bei seinen Parteifreunden.

Rotenburg/Tarmstedt – Vor gut einem Jahr hat sich der CDU-Kreistagsfraktionschef Marco Prietz beim Neujahrsempfang im Kreise seiner Parteifreunde bekannt: Er will Landrat werden. Seitdem ist der 32-Jährige aus Bremervörde als Kandidat mehr oder weniger im Wahlkampfmodus, er möchte im Herbst Hermann Luttmann ablösen. Der Christdemokrat aus Unterstedt tritt nicht noch einmal an.

Prietz, schon in jungen Jahren als ein großes politisches Talent gehandelt, werden gute Chancen eingeräumt, die CDU-„Erbfolge“ im Kreishaus anzutreten, innerparteilich gab es auch keinen Gegenkandidaten. Im September schenkte ihm der Kreisverband bei der Mitgliederversammlung in Mulmshorn ein Traumergebnis von 99 Prozent Zustimmung – es gab nur zwei Gegenstimmen bei 199 Befürwortern im Saal.

Und die SPD? Die betont, seit Monaten genau wie die Grünen in guten Gesprächen mit aussichtsreichen Kandidaten zu sein. Klaus Manal als Unterbezirksvorsitzender wollte sein Amt eigentlich an Jochen Albinger abgegeben, sobald wieder Versammlungen coronakonform möglich sind. Doch das ist nun erstmal vom Tisch – weil Albinger am Wochenende überrschadend angekündigt hat, Samtgemeindebürgermeister in Tarmstedt werden zu wollen. Weil es dort mit Bernd Sievert bereits einen von der SPD offiziell nominierten Kandidaten gibt, muss der 55-jährige Albinger als Einzelkandidat antreten – und die Partei den Statuten nach verlassen. Manal zur zweiten großen Baustelle der Genossen auf Nachfrage: „Da wir eine sehr lebendige Partei sind und es durchaus Genossinnen und Genossen gibt, die sich als Kandidaten für die Vorstandspositionen zur Verfügung stellen, ist mir auch in diesem Fall um meine Nachfolge nicht bange, im Gegenteil, es gibt bereits eine mir bekannte aussichtsreiche Bewerbung für den Vorsitz.“ Man sehe „vom amtierenden Vorstand das mit einer gewissen Gelassenheit“, betont er, schon im vergangenen Jahr habe man zwei Mal einen Unterbezirksparteitag wegen der Pandemie absagen müssen. Und der Landratskandidat? Manal könne „mitteilen, dass wir mit den Grünen zusammen in finalen Gesprächen stehen und das Ergebnis zur gegebenen Zeit entsprechend präsentieren werden“, heißt es aktuell – wie schon bei mehreren Anfragen in der jüngeren Vergangenheit.

CDU-Kandidat Prietz jedenfalls ist schon mal vorgeprescht: Er biete nämlich allen Kreistagsparteien – bis auf Linke und AfD – „eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle unseres Landkreises an“.

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