Wieder einmal ist ein Fallrohr der Stadtkirche verschwunden / Metalldiebe richten hohe Schäden an

Täter setzen auf hohe Kupferpreise

+
Wilfried Schindowski (l.) schaut sich mit Pastor Uwe Keilhack den Tatort an. Da muss wieder ein Handwerker ran.

Rotenburg - Von Guido Menker. Es vergeht kaum eine Woche, in der die Rotenburger Polizeiinspektion keine Mitteilung über einen Metalldiebstahl herausgibt. Zuletzt berichtete sie von Unbekannten, die sich an der Rotenburger Stadtkirche bedient hatten.

Die haben sich Metalldiebe in den vergangenen Jahren schon mehrmals ausgeguckt – der Schaden liegt insgesamt bei weit mehr als 3 000 Euro. Entsprechend sauer ist Pastor Uwe Keilhack.

Zum ersten Mal hatten Metalldiebe vor drei Jahren gleich eine ganze Reihe von Kupferfallrohren an der Außenwand abgetrennt und mitgehen lassen. Dann war es eine Weile ruhig – im Herbst schlugen sie wieder zu. Wilfried Schindowski, Geschäftsführer bei Schindowski Dachbau in Rotenburg, half: Er ließ neue Fallrohre anbringen und teilte sich zusammen mit der Handwerkerkooperation „Solides Bauen“ die Kosten. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Uwe Keilhack gestern Vormittag bei einem Treffen mit Schindowski und der Kreiszeitung an der Kirche. Denn wie bereits berichtet, hatten sich am Wochenende erneut unbekannte Diebe bedient und ein weiteres Fallrohr gestohlen. In diesem Fall war übrigens ein roter Sportwagen beobachtet worden, weiß Keilhack, der den Fall erneut zur Anzeige gebracht hat. „Die Diebe haben es allen voran auf Kupfer abgesehen – das ist inzwischen spekulativ teuer geworden und ist deshalb sehr begehrt“, so Schindowski. Er und seine Kollegen hätten mit dem Problem der Metalldiebstähle immer wieder zu tun. Auf Baustellen, aber auch aus Lagern verschwinde immer wieder Kupfer. Ein solcher Fall wie jetzt an der Stadtkirche bringe nur ein paar Euro. „Aber die Masse macht es“, fügt er hinzu. Ärgerlich: Der entstandene Schaden ist meistens sehr hoch. Im Fall der Stadtkirche lief lange Zeit das Wasser an der Wand herunter – „die Feuchtigkeit ist schon an der Innenseite festzustellen“, so Keilhack. Die Handwerker reagieren darauf, sie montieren die Fallrohre so, dass mit einer Flex oder einem Bolzenschneider kaum noch an die entscheidenden Stellen zu gelangen ist. Zusätzliche Schweißnähte sollen den Diebstahl ebenfalls verhindern. Das lässt am Ende die Rechnung allerdings deutlich höher ausfallen. Und: „Wenn die Diebe es trotzdem versuchen, richten sie noch höhere Schäden an“, erklärt Wilfried Schindowski das Dilemma.

Die Polizei hatte es im vergangenen Jahr übrigens mit 110 Metalldiebstählen zu tun. Schadenshöhe insgesamt: 130 000 Euro. Im Jahr zuvor waren 123 Fälle mit einem Schaden von rund 160 000 Euro ...

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Sechs Monate Audible inkl. Gratis-Hörbücher für monatlich 4,95 Euro statt 9,95 Euro

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

Das sind die Minister und Ministerinnen der Ampel-Koalition

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Breitband für alle

Breitband für alle

Breitband für alle
Ahausen: Waffensener Weg wird gefräst

Ahausen: Waffensener Weg wird gefräst

Ahausen: Waffensener Weg wird gefräst
Unverhofft kommt oft: Gemeinde Lauenbrück muss B-Plan für Grundschulneubau aufstellen

Unverhofft kommt oft: Gemeinde Lauenbrück muss B-Plan für Grundschulneubau aufstellen

Unverhofft kommt oft: Gemeinde Lauenbrück muss B-Plan für Grundschulneubau aufstellen
Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Pyroland: Böllerverbot trifft Unternehmen schon wieder

Kommentare