Verabschiedung: Viele der 54 Jugendlichen bilden sich in anderen Einrichtungen weiter

„Super Jahrgang“ verlässt Schule

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Der Becher-Groove des Wahlpflichtkurses zeigte, dass schlafen im Unterricht kreativ sein kann.

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Mit schwungvollen Vorstellungen, humorvollen Reden, musikalischen Höhepunkten und auch ein paar Abschiedstränen ging gestern die Schulzeit für 54 Visselhöveder Jugendliche zu Ende, die in der hübsch dekorierten Aula den Realschulzweig der Oberschule verlassen haben.

Sogar die Klassenlehrer der 10a und 10b, Waltraud Cordts und Clifton Bowen hatten ein mulmiges Gefühl im Bauch, und haben „überlegt, Euch alle sitzen bleiben zu lassen, damit wir noch ein gemeinsames Jahr genießen können“. Denn die Lehrer bezeichneten die 54 Heranwachsenden als einen „super Jahrgang“, den man „in dieser Form noch nie so erlebt“ habe.

Und auch die schulischen Leistungen können sich sehen lassen. Denn es wurden gestern 27 erweiterte Realschulabschlüsse sowie 27 „normale“ Abschlüsse Sekundarbereich eins verteilt. Und dabei soll es bei den meisten Schülern nicht bleiben, denn 20 Schüler der 10a und 17 der 10b werden sich in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Sozialpädagogik schulisch weiterbilden. Aber auch Ausbildungen zum Forstwirt, zur medizinisch-technischen Assistentin, zum Industriekaufmann, zum Schornsteinfeger oder zum Polizisten werden die jungen Visselhöveder in den kommenden Jahren beschäftigen.

„Ein Schüler wird ein freiwilliges soziales Jahr machen und einer geht für ein Jahr in die USA“, freute sich auch Schulleiter Gerard Dyck, dass die Zukunft der Jugendlichen in trockenen Tüchern ist. „Die Bildung ist eines der wichtigsten Güter, das man anstreben kann“, so Dyck.

Bürgermeisterin Franka Strehse erinnerte an das am Ende leider erfolglose, aber doch kämpfende Fußballnationalteam, und gab den Schülern dieses Gleichnis mit auf den weiteren Weg: „Eure eingesetzte Energie geht nie verloren, und wenn es mal eng wird im Leben, lauft und kämpft, dann kommt irgendwann auch der Erfolg.“ Elternratsvorsitzender Frank Uhrhammer betonte, dass die Schüler nicht nur für den Beruf lernten, sondern für ein „freies und selbstbestimmtes Leben“. Er mahnte aber auch, dass die jungen Menschen in der schnelllebigen Zeit nicht vergessen sollten, „ab und an auf die Bremse zu treten“.

Lehrerin Waltraud Cordts bezeichnete die Abgänger als „Generation Facebook“, für die die Welt immer kleiner werde, weil man über moderne Medien schon aus dem Jugendzimmer alles erkunden könne. Ihr Kollege Clifton Bowen vergaß aber auch die Eltern nicht: „Denn nur dank einer guten Erziehung wurden diese tollen Schüler zu dem, was sie heute sind.“ · jw

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