Mark Bredemeyer liest im Turm der St.-Georg-Kirche aus der Runenzeit-Trilogie

Stürmische Zeitreise

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Katapultiert seine Zuhörer gekonnt ins Reich der Germanen: Mark Bredemeyer. ·

Sottrum - Unheimlich pfeift der Wind um die Ecken, der Regen prasselt laut dröhnend auf das Dach und die Holzplatten schlagen polternd gegen die Fensterhöhlen. Das launische Herbstwetter bot die perfekte Kulisse für einen ganz besonderen Abend im Turm der Sottrumer St.-Georg-Kirche.

Heike van der Pütten, Leiterin der gleichnamigen Buchhandlung, hatte den Autor Mark Bredemeyer eingeladen, aus seiner Runenzeit-Trilogie zu lesen und sich dazu den historischen Veranstaltungsort ausgesucht. Damit hatte sie genau die richtige Wahl getroffen: Denn trotz des „urgermanischen Wetters“, wie Bredemeyer die Kapriolen treffend bezeichnet, passt das verwitterte Gewölbe perfekt und nimmt die Besucher schon optisch mit auf eine ungewöhnliche Zeitreise.

Der Protagonist der Reihe, Student Leon Hollerbeck, muss nämlich genau diese durchleben. Ein mysteriöser Feuersturm katapultiert ihn in das Jahr 1 nach Christus – mitten hinein in die sagenumwobenen Schlachten zwischen Germanen und Römern. Nachdem er sich mit seinem Schicksal abgefunden hat, schließt sich Leon dem Stamm der Chauken an und nimmt den Kampf gegen die römische Übermacht auf. Dabei nutzt er natürlich auch die Errungenschaften der Moderne – doch da ist er nicht der Einzige.

Mark Bredemeyer liest an diesem Abend kurze Passagen aus dem ersten und zweiten Teil der Trilogie. Dank der akzentuierten Betonung und der bildreichen Sprache dauert es nur wenige Minuten und der Zuhörer findet sich – zumindest gedanklich – mitten in einem germanischen Wald wieder. Fast greifbar wird die Angst und Verwirrung des Studenten, als ihm bewusst wird, das es vermutlich keinen Weg zurück in die Welt des 21. Jahrhunderts gibt.

Zwischen den einzelnen Auszügen gibt Bredemeyer immer wieder Einblicke in sein bemerkenswertes Fachwissen und schafft so scheinbar spielend den Sprung zwischen den einzelnen Passagen. Dies beeindruckt auch die zahlreichen Zuhörer, von denen etliche die Romane bereits vorab gelesen haben. Sie hören aufmerksam zu und tauchen den Turm in völlige Stille – die nur vom Klappern der Holzplatten unterbrochen wird. · ban

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