Dichter Rauch in der Unterstedter Feldmark

Mysteriöser Strohballen-Brand in Rotenburg: Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Gut 100 brennende Rundballen Stroh mussten Feuerwehrleute am Sonntagmittag bei Unterstedt löschen. Die Rotenburger Polizei vermutet Brandstiftung. 
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Gut 100 brennende Rundballen Stroh mussten Feuerwehrleute am Sonntagmittag bei Unterstedt löschen. Die Rotenburger Polizei vermutet Brandstiftung. Foto: Wieters
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Unterstedt – Gut 100 lichterloh brennende Strohballen und kaum Wasser, um sie zu löschen. Vor diesem Dilemma standen am Sonntagmittag rund 100 Brandschützer aus den Ortsfeuerwehren Rotenburg, Unterstedt, Waffensen, Ahausen und Bötersen.

Rundballen-Brand in Rotenburg: Ortsbrandmeister spricht von „schwieriger Löschwasserversorgung“

Mitten in der Unterstedter Feldmark, der sogenannten Gemarkung Im Vieh, in unmittelbarer Nähe zum Bahndamm der Strecke Rotenburg-Verden hatten Zeugen gegen 13.45 Uhr die Flammen entdeckt und sofort Alarm geschlagen. Auch Unterstedts Ortsbrandmeister Volker Emshoff, der zu der Zeit auf seinem Trecker saß und Gras mähte, hatte die Flammen bereits entdeckt.

Als die umliegenden Feuerwehren nach wenigen Minuten vor Ort waren, brannten die dicht an dicht gestapelten Strohrundballen, die laut Aussage des Ortsbrandmeisters bereits seit einem Jahr dort gelagert worden waren, bereits lichterloh. Die Feuerwehren bekämpften die Flammen mit Wasser aus ihren Fahrzeugen und per Pumpe wurde ein nahegelegener Graben angezapft. „Aber der führt zurzeit so wenig Wasser, dass wir einen Pendelverkehr zum nächsten Hydranten einrichten mussten“, so Emshoff, der von einer schwierigen Löschwasserversorgung sprach.

Der Landwirt, dem die Ballen gehören, versuchte derweil mit einem Teleskoplader das gepresste Stroh ein wenig auseinanderzuziehen, damit die Feuerwehren die Glutnester leichter löschen konnten.

Rundballen-Brand in Rotenburg: Wegen starker Rauchentwicklung müssen Züge langsamer fahren

Durch die starke Rauchentwicklung war auch der Bahnverkehr betroffen. Da die Sicht für einen kurzen Streckenabschnitt eingeschränkt war, mussten die Züge ihre Geschwindigkeit drosseln.

Die Löscharbeiten zogen sich mehrere Stunden hin. Über die Ursache herrschte am Nachmittag noch Unklarheit. „Aber eins ist sicher: Rundballen, die ein Jahr bereits dort liegen, fangen nicht einfach so an zu brennen“, so Ortsbrandmeister Emshoff vielsagend.

Die Polizei Rotenburg, die ebenso wie die Besatzung eines Rettungswagens vor Ort war, hat Ermittlungen wegen einer möglichen Brandstiftung aufgenommen. „Nach ersten Aussagen von Zeugen, hätten die Flammen nämlich rings um das Strohlager gezüngelt“, so ein Polizeisprecher. Der hofft jetzt unter der Telefonnummer 04261 / 9470 auf Hinweise von Spaziergängern, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben. Die Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 9 .000 Euro. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Auch in Mörsen brannten am Wochenende Strohballen. jw

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