Blues und Boogie-Woogie von Henning Pertiet und Fabian Fritz im Ahauser Hof

Ein stimmungsvolles Duo

Auch Fabian Fritz begeistert das Publikum mit seinem Können. ·
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Auch Fabian Fritz begeistert das Publikum mit seinem Können. ·

Ahausen - Von Felix Lohmann. Henning Pertiet und Fabian Fritz haben den „Blues“. Das merkte das Publikum bei ihrem Konzert im Ahauser Hof sofort. Die beiden Pianisten zeigten ihr meisterliches Können und, dass sie auch zu zweit eine stimmige musikalische Symbiose bilden.

Hochkonzentriert und souverän lässt Henning Pertiet die Finger tanzen.

Mit Boogie-Woogie in verschiedenen Stilen sorgte das Duo für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die Finger der beiden Musiker flogen buchstäblich über die Klaviertasten. Aber es gab auch langsamere Stücke mit viel Feingefühl, die nachdenklich stimmten. Die Kombination des Duos ist eigentlich eher ungewöhnlich. Pertiet feiert dieses Jahr sein 25. Bühnenjubiläum und zählt zu den besten Blues-Pianisten Europas, während Fritz mit 23 Jahren seine Karriere als Musiker gerade erst beginnt. Doch gleich bei ihrem ersten Treffen, das übrigens ebenfalls in Ahausen war, merkten sie, dass ihre Verbindung „einfach stimmig“ ist, wie Pertiet bei der Begrüßung berichtete.

Nach einem gemeinsamen Einspielen zeigten die Künstler zunächst solo ihre Fertigkeiten. Mit geradezu wilden und fetzigen Stücken brachte Pertiet das Publikum auf Touren und stellte seine Virtuosität unter Beweis. Wesentlich experimenteller hingegen war sein letztes, das er als „ein kurzes Stück, das mein Leben definiert, ein Stück, in dem alles drin ist“ ankündigte. Ein musikalischer Ausdruck seiner Persönlichkeit, der auch seine experimentelle Natur und Leidenschaft erkennen ließ.

Bei Fritz hingegen herrschte ein anderer Stil vor. „Meine Vorliebe ist die der ‚New Orleans‘-Musik“, erläuterte er am Rande der Veranstaltung. Über alte Schallplatten fand er zum Blues und ließ sich auch von „Rhythm & Grooves“-Stil und bekannten Größen der Szene beeinflussen. Seine Ausbildung zum Bankkaufmann schloss er im vergangenen Jahr erfolgreich ab, widmet sich jetzt jedoch mit seiner ganzen Energie der Musik. Trotz seiner Jugend gewann er schnell die Anerkennung des Publikums, was sich auch an diesem Abend in reichlich Applaus ausdrückte.

Die gemeinsamen Stücke vermittelten einen sehr harmonischen Eindruck. Zusammen verwandelten sie mit melodischer Eleganz und echtem Können den Ballsaal des Ahauser Hofes in eine dunkle, rauchige Blues-Bar – genau wie die Orte, an denen der Boogie-Woogie lebendig wurde.

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