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Stadtradeln 2022: Rotenburg hofft auf Platz eins

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Von: Ann-Christin Beims

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Manfred Petersen (ADFC), Andrea Rieß und Anke Jacobs aus dem Umweltbüro der Stadt sowie Bürgermeister Torsten Oestmann (r.) kündigen das Stadtradeln 2022 mit einem Plakat vor dem Rotenburger Rathaus an.
Es geht wieder los: Manfred Petersen (ADFC), Andrea Rieß und Anke Jacobs aus dem Umweltbüro der Stadt sowie Bürgermeister Torsten Oestmann (r.) kündigen das Stadtradeln 2022 an. © Beims

Zum achten Mal geht Rotenburg beim Stadtradeln an den Start. Im vergangenen Jahr fuhr die Wümmestadt einige Rekorde ein: so viele Kilometer, Teilnehmer und damit eingespartes CO2 wie noch nie. Dazu landete Rotenburg unter anderem niedersachsenweit auf Platz zwei. Da ist die Hoffnung bei Bürgermeister Torsten Oestmann groß, dieses Jahr den ersten Platz zu schaffen.

Rotenburg – Es geht wieder los: Die Stadt Rotenburg nimmt auch in diesem Jahr wieder am Stadtradeln teil, und zwar vom 22. Mai bis zum 11. Juni. „Wir fangen an einem Wochenende an und hören an einem Wochenende auf“, erklärt Andrea Rieß aus dem Umweltamt im Rathaus, bei der auch in diesem Jahr wieder zum Thema Stadtradeln alle Fäden zusammenlaufen. Im vergangenen Jahr schaffte es die Wümmestadt mit ihren Ortschaften niedersachsenweit auf Platz zwei, was die Zahl der gefahrenen Kilometer über den Zeitraum von drei Wochen angeht. Das diesjährige Ziel sei damit gesteckt, merkt Bürgermeister Torsten Oestmann beim Pressegespräch im Rathaus amüsiert an.

Bereits im März liefen die Anmeldungen für die Kommunen. Rotenburg gehörte dabei zu den ersten und sicherte sich damit eine Förderung des Landes Niedersachsen, das die Teilnahmegebühr von 870 Euro übernommen hat. Seit mehr als zehn Tagen ist das achte Rotenburger Stadtradeln nun für alle Mitfahrer freigeschaltet – wer mag, kann sich also zur Teilnahme anmelden. Die ersten vier Teams haben das bis Dienstagmittag bereits getan. Die gefahrenen Kilometer können online erfasst werden. Wer das allerdings nicht möchte oder kann, kann sich auch in diesem Jahr wieder die Erfassungsbögen aus dem Rathaus abholen – zum Beispiel in der Tourist-Info und am Infoschalter in der Eingangshalle, erklärt Rieß.

Auch E-Bikes sind erlaubt. „Es geht nicht nur um eine super sportliche Leistung, letztlich ist es eine Klimaschutzaktion, die Leute sollen sich nicht ins Auto setzen“, merkt Rieß an. Und das scheint in den vergangenen Jahren immer erfolgreicher zu laufen, merkt Oestmann an: „E-Bikes führen dazu, dass deutlich mehr Fahrrad gefahren wird.“ Und zunehmend junge Leute sind Teil der Aktion, was besonders Manfred Petersen, erster Vorsitzender des Kreisverbandes Rotenburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), freut. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Gesucht werden auch wieder Interessierte, die als Stadtradeln-Stars antreten möchten: Sie geben für den gesamten Zeitraum ihren Autoschlüssel ab und berichten über ihre Erfahrungen in einem Blog. Freiwillige dafür zu finden, war bisher nie ein Problem, erinnert sich Rieß an die vergangenen Jahre. Und sie betont auch: Alle anderen Teilnehmer müssen ihre Autoschlüssen nicht abgeben – denn das werde immer noch oft angenommen. „Die Einschränkungen gibt es nur für die Stars“, schließt sich Petersen an.

Der ADFC wird auch in diesem Jahr wieder mehrere gemeinsame Touren anbieten können – allerdings pandemiebedingt noch immer ohne ein gemeinsames Essen danach. Wer mag, kann sich aber ein Picknick einpacken. Diese Ausfahrten sind geplant:

Bei allen Touren gilt: Es wird ein gemütliches Tempo vorgelegt. „Es sollen alle mitgenommen werden“, betont Petersen.

Übrigens: Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich das Stadradeln auch an die Kommunalpolitiker, heißt es auf der Webseite. Denn an ihnen liegt es mit, die Radinfrastruktur vor Ort zu verbessern und damit mehr Leute zu überzeugen, vom Auto mehr auf das Fahrrad umzusteigen. Dafür gibt es die Bürgerbeteiligungsplattform „Radar“ auf der Website des Stadtradelns, über die auf Schlaglöcher, unübersichtliche Verkehrsführung und weiteres aufmerksam gemacht werden kann.

Zahlen und Fakten

Die Stadt Rotenburg hat seit ihrer ersten Teilnahme 2015 stetig Zuwachs beim Stadtradeln verzeichnet. Insgesamt 1 474 aktiv Radelnde in 99 Teams haben im vergangenen Jahr teilgenommen. Und das mit großem Erfolg: Die Stadtradler haben in den drei Wochen 326 549 Kilometer zurückgelegt und sind damit im bundesweiten Ranking auf dem sechsten Platz von 1 019 Kommunen gelandet, niedersachsenweit auf Platz zwei von 138 Kommunen. Durch den Verzicht aufs Auto haben die Fahrradfahrer insgesamt 46 Tonnen CO2 eingespart. 

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