Gemeinde Reeßum will Möglichkeiten für altersübergreifende Gruppen bieten

Aus dem Spielkreis wird ein Kindergarten

Nur noch ein Jahr Spielkreis, dann geht es in Reeßum mit dem Kindergarten weiter. ·
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Nur noch ein Jahr Spielkreis, dann geht es in Reeßum mit dem Kindergarten weiter. ·

Reesßum - Die Tage des Reeßumer Spielkreises Wurzelzwerge sind gezählt. Mit Protesten ist aber nicht zu rechnen: Nach mehr als 40 Jahren wird aus dem Spielkreis ein Kindergarten. Schon länger gab es diesen Wunsch, denn nur so können altersübergreifende Gruppen gebildet werden.

Schon ab Sommer 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf eine Betreuung in einer Krippe. Dafür stehen den Reeßumern fünf Plätze im Horstedter Kindergarten zur Verfügung.

„Das reicht aber leider nicht aus“, betonte Bürgermeister Wilfried Kirchner während der jüngsten Ratssitzung. Doch bisher standen für einen eigenen Kindergarten nicht ausreichend Räume zur Verfügung. Das lag nicht an der Gebäudegröße, denn das Untergeschoss verfügt über genügend Grundfläche. Ein Teil davon war in den vergangenen 40 Jahren aber als Wohnung vermietet. „Diese wird allerdings seit rund drei Jahren nicht mehr bewohnt“, erklärte Kirchner. Daher besuchte er, zusammen mit seinem Stellvertreter Julian Loh, die Mieterin und stellte die Pläne der Gemeinde vor. „Man will sich jetzt umgehend nach neuen Räumen umsehen“, berichtete der Bürgermeister über das positiv verlaufene Gespräch.

Für die erforderlichen Umbaukosten gibt es sogar erhebliche Zuschüsse. So sollen, nach Aussage von Kirchner, pro Platz bei mindestens 10 000 Euro Investitionskosten 7 000 Euro als Subvention fließen. Teurer wird es aber für die Eltern: Während sie bis jetzt nur einen monatlichen Pauschalbetrag für den Spielkreis zahlen, ist der Kindergartenbeitrag einkommensabhängig. „Aber davon sind die Eltern, die derzeit ihre Kinder im Spielkreis haben, nicht betroffen“, so Wilfried Kirchner. Hintergrund: Nur das erste Kindergartenjahr müssen die Eltern selbst zahlen. Der Umstand, dass für ein Krippenkind zwei Plätze angerechnet werden müssen und sich so die Höchstzahl der aufgenommenen Jungen und Mädchen reduziert, belastet die Gemeinde nicht, da in Reeßum und im Taakener Spielkreis ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

Vom zusätzlichen Platzangebot soll nicht nur der zukünftige Kindergarten profitieren. Nach einer Teilung der Wohnung sind für die Kommune ein Büro, ein Besprechungsraum und ein Archiv geplant. „Bisher verwaltet der Bürgermeister die Gemeinde im Wohnzimmer“, so Wilfried Kirchner. Ein positives Signal gab es für die Eltern aus Schleeßel, wo auf dem Spielplatz marode Geräte abgebaut werden mussten. Schon in der Vergangenheit hatten sie sich mit Muskelkraft für einen Neuaufbau des Spielplatzes eingesetzt. Auch Spenden warb die bestehende Arbeitsgemeinschaft bereits ein. Sogar konkrete Pläne stehen, und Angebote für Spielgeräte liegen bereits vor. „Ich finde gut, was in Schleeßel passiert“, betonte der Bürgermeister. Bei dem Engagement fiel es den Ratsherren nicht schwer, das „OK“ für die weiteren Planungen zu geben.

Geld gab es ebenfalls für die Freiwillige Feuerwehr Taaken. Mit 1 500 Euro Zuschuss unterstützt die Gemeinde die Anschaffung von Zusatzausrüstung für das neue Fahrzeug. Und das einstimmig, wie übrigens auch alle weiteren Themen an diesem Abend. · ho

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