Bernd Braumüller kandidiert

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Bernd Braumüller (Mitte) soll es sein: Ihn stellen Wolfgang Kirschstein (v.l.), Gabriela Villwock, Ralf Münkel, Knut Nagel, Detlev Kaldinski und Johannes Hillebrand als Kandidaten für das Bürgermeisteramt auf.

Scheeßel - Von Nina Baucke. Wenn im September 2014 die Scheeßeler Bürger an die Wahlurnen gerufen werden, dann um mit ihrem Kreuzchen zu entscheiden, wer in den kommenden Jahren an der Spitze der Verwaltung des Beekeortes sitzt. Geht es nach den Fraktionen von SPD, Grünen und der Gruppe 57, ist die Antwort klar: Bernd Braumüller.

Es soll also der Unternehmer sein, der der amtierenden Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele 2014 das Amt streitig macht. 55 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter und wohnhaft in Helvesiek, ist Braumüller nicht nur in der Rotenburger Kulturinitiative (KIR) aktiv, sondern auch schon seit einiger Zeit in dem Scheeßeler Pendant KIS. Der Job im Scheeßeler Rathaus wäre allerdings sein erstes politisches Amt.

„Ich kenne ihn schon sehr lange“, erklärt Detlev Kaldinski, der für die SPD im Scheeßeler Gemeinderat sitzt, gestern Abend bei der Vorstellung Braumüllers als Kandidaten. Er hatte ihn auf die Möglichkeit, Bürgermeister von Scheeßel zu werden, angesprochen. „Er ist kompetent, im ganzen Kreis vernetzt und jemand, der nicht nur ankündigt, sondern auch macht.“ Ähnlich sieht es auch Ralf Münkel von der Gruppe 57. „Wir als Fraktion sind Ratsneulinge und konnten bisher kein Vertrauensverhältnis zu Käthe Dittmer-Scheele als Verwaltungschefin aufbauen.“ Daher unterstütze seine Fraktion einen Kandidaten, der im Falle einer Wahl ebenfalls neu im Rat ist. „Bernd Braumüller entspricht unserem Profil, von dem wir denken, dass es einen guten Bürgermeister ausmacht“, erklärt SPD-Ratsherr Johannes Hillebrand. „Wir wollen jemanden, der hinhört, wo bei den Bürgern der Schuh drückt.“

„Käthe Dittmer-Scheele ist uns gegenüber als CDU-Bürgermeisterin aufgetreten. So habe ich mir das damals nicht vorgestellt“, betont Kaldinski. „Es wird hier Parteipolitik gemacht, vieles von uns wird von vorneherein torpediert.“ Man wolle einen sachlichen und zielorientierten Bürgermeister – dafür stehe Bernd Braumüller. „Seine Parteilosigkeit ist ein wichtiger Aspekt“, bemerkt auch Gabriela Villwock (Grüne).

Parteilos – ein Attribut, auf das Braumüller im Gespräch immer wieder Wert legt: „Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein, ich stehe für Sach- und nicht für Parteipolitik.“ Moderator und Kommunikator wolle er sein, daher sei es eine bewusste Entscheidung gewesen, in keiner Partei und damit unabhängig zu sein. „Ich will nicht polarisieren, sondern zusammenführen.“ Er hoffe daher auch im Fall eines Wahlsieges auf gute Zusammenarbeit mit der CDU. „Meine Hand ist ausgestreckt“, betont er.

Seine Entscheidung für den Schritt Richtung Rathaus habe er mit der Bekanntgabe der Kandidatur Ralf Goebels in Visselhövede bestätigt gesehen. „Wir haben es mit viel Politikverdrossenheit zu tun, daher ist es gut, dass der Trend zu unabhängigen Bürgermeistern geht. Ich will so die Menschen wieder für Politik begeistern, alles offener und lockerer gestalten.“ Grundsätzlich stehe er auf der Seite des Ehrenamtes. „Wir müssen die Menschen mitnehmen. Und da ist Mediation der notwendige Schritt.“

Noch haben die Fraktionen beziehungsweise Parteien nicht alle ihre Mitglieder endgültig hinter sich, dennoch sieht Braumüller mit ihnen viele Berührungspunkte. Sein erstes Ziel sei es, dass die Menschen überhaupt zur Wahl gehen. Dass dann auch noch die Kreuzchen hinter seinem Namen gemacht werden – dafür will Braumüller nun Klinkenputzen gehen: „Ich will wissen, was sie bewegt.“

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