Sanierungsarbeiten auf der A1 gehen in die Schlussphase

Zweieinhalb Meter pro Minute: A1-Sanierung geht in die Schlussphase

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Auf der Autobahn 1 sind zwei Maschinengruppen parallel im Einsatz.

Stetig rückt die Kolonne aus großen Maschinen und Arbeitern vor. Stück um Stück, sie kommen nur recht langsam voran – zweieinhalb Meter die Minute, vielleicht auch mal drei. Während sich nebenan auf der eigentlichen Fahrbahn Richtung Hamburg der Verkehr in beide Richtungen der Autobahn 1 auf fünf Spuren drängt, geht es Richtung Bremen vergleichsweise gemächlich zu. Dort wird seit einiger Zeit die Fahrbahndecke saniert, deshalb ist Sorgfalt und keine Eile gefragt. Mittlerweile befindet sich die Kolonne auf den letzten Metern des rund vier Kilometern langen Bauabschnitts.

Stuckenborstel - Es sind Bilder, die Auto- und Lkw-Fahrer auf der A1 zwischen den beiden Hansestädten in den kommenden Jahren häufiger zu sehen bekommen. Die „A1 mobil“, die die Autobahn zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz betreibt, wird auf den Streckenabschnitten mit offenporigen Asphalt (OPA) die Deckschicht austauschen.

Dessen Lebensdauer ist knapp zehn Jahre nach dem großen Ausbau der Autobahn einfach abgelaufen. Felgenfahrten, Unfälle und natürlich das hohe Verkehrsaufkommen an sich fordern ihren Tribut. Das ist nicht nur mit dem Auge erkennbar, sondern auch mit den Ohren. Die Lebensdauer des OPA ist vergleichsweise gering, dafür ist er leise. Doch die geräuschmindernde Wirkung lässt mit den Jahren nach, erklärt Dirk Engel, Projektingenieur bei „A1 mobil“. Bei der Beurteilung, ob ein Abschnitt sanierdungsbedürftig ist, werde die lärmmindernde Eigenschaft besonders stark gewichtet.

Der Asphaltfertiger trägt die Deckschicht auf.

A1: 16 Arbeiter und 26 Lastwagenfahrer im Einsatz

Die alte Deckschicht wurde dazu bereits abgefräst, der Untergrund gereinigt. 16 Arbeiter und 26 Lkw-Fahrer bringen dafür täglich zwischen 2100 und 2200 Tonnen Asphalt auf der 14,5 bis 16 Meter breiten Fahrbahn aus, so Bauleiter Frank Timmer vom Bauunternehmer Bunte, der das Projekt zusammen mit etwa zehn nachgelagerten Firmen umsetzt. Der Asphalt wird aus den Mischwerken in Zeven und Bremen-Hemelingen nach Stuckenborstel gebracht.

Blick in den Asphaltfertiger.

Die vollen Lkw stehen einige hundert Meter weiter bereit, damit das Auftragen des Asphalts mit den beiden Asphaltfertigern ununterbrochen weitergehen kann, wenn der vorherige Auflieger leer ist. Etwa 150 Grad ist das Gemisch heiß, wenn es in den sogenannten Beschicker gefüllt wird, der es wiederum in den Asphaltfertiger weiterleitet. Der trägt schließlich die Deckschicht auf. 

Etwas weiter hinten folgen einige Walzen der Kolonne. Die Reihenfolge der Bauabschnitte orientiert sich an der Reihenfolge des Ausbaus von vor zehn Jahren. „Wir halten den Lebenszyklus ein“, sagt Engel. Bis Ende des Monats soll der Abschnitt bei Stuckenborstel endgültig fertig sein, es ist der zweite und letzte für dieses Jahr geplante Maßnahme. 

Auffahrt Stuckenborstel kommende Woche wieder frei

Zuvor waren die Arbeiter im Bereich Oyten auf der Richtungsfahrbahn Hamburg tätig. Die aktuell gesperrte Stuckenborsteler Auffahrt Richtung Bremen soll aber bereits kommende Woche wieder freigegeben werden. „Wir hatten einige Regenpausen“, so Engel, „aber die haben wir wieder aufgeholt.“ Auch an diesem Tag liegen die Arbeiten im Zeitplan, wie Timmer mit einem Blick aufs Handy feststellen kann. Mit einer App verfolgt er den genauen Baufortschritt.

Der Kolonne folgen einige Walzen.

Bis zum Wochenende soll die Asphaltdecke fertig aufgetragen sein. Danach folgen die Markierungsarbeiten und auch am Mittelstreifen, der die beiden Fahrbahnen voneinander trennt, sollen die sogenannten Überfahrten, die sie bei Baustellen wieder verbindet, hergerichtet werden. Dann können sie auch bei weiteren Maßnahmen genutzt werden. Ende übernächster Woche, also etwa zum 25. Oktober, wird auch die „2+3-Führung“ Richtung Hamburg aufgelöst. Danach hat jede Fahrtrichtung auch wieder ihre eigene Fahrbahn.

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