Zwei Jahrzehnte Passion

DJ Frithjof Krebsfänger tritt Sasmtag mit Techno-Legende auf

Krebsfänger beim Auflegen.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Mit den Stars der Szene zusammen auflegen – „ein schönes Gefühl“, sagt der Sottrumer DJ Frithjof Krebsfänger. Am Samstagabend ist es für ihn soweit. Gemeinsam mit der Techno-Legende Dr. Motte steht er im Bremer Club „Shagall“ an den Plattentellern. Es ist der Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe des Clubs, bei der viele Stars aus den 90er-Jahren in der Hansestadt auftreten. Für Krebsfänger steckt mehr in dieser Musik als bloße Party.

Techno ist keinesfalls nur ein ständiges „Utz utz utz“ in den Gehörgängen, so der 39-Jährige. Tatsächlich mache man sich als DJ aus der Szene viele Gedanken, was denn nun gespielt wird. „Die Faszination an der Musik ist, dass immer etwas in den Liedern passiert und auch Emotionen mit eingebaut werden“, sagt Krebsfänger. Wenn es mal eine ruhige Phase ohne Beats in den Tracks gibt, freue man sich auf das Einsetzen der treibenden und rhythmischen Beats. Elektronische Musik sei und bleibe seine Passion.

Seit mehr als 20 Jahren bewegt er sich mittlerweile in der Szene und hat so ihre große Zeit in den 90er-Jahren miterleben können. Schon damals, gegen Ende der Dekade, habe er den Hauptact des Abends Dr. Motto – einer der Gründer der Berliner Loveparade – kennengelernt. „Mich hat schon Mitte der 90er-Jahre die elektronische Musik begeistert und ich fing an, mir Platten zu kaufen und diese zu mischen. Es ging sogar soweit, dass ich Anfang 2000 Musik in Hamburg studiert habe“, sagt Krebsfänger. Er begann auf Partys aufzulegen, es folgten internationale Auftritte: Brasilien, USA, Spanien, Frankreich, Rumänien. Ab 2005 lebte er neun Jahre lang auf Ibiza, arbeitete dort als sogenannter Night-Manager und als DJ.

Keine „Old-School-Sets“, sondern aktuelle Musik

Die Techno-Stars aus dieser Zeit kommen nun nach und nach nach Bremen – Westbam, Marusha, Acid Maria und wie sie alle heißen. Dabei soll die Partyreihe – die übrigens den Namen „ReUnion“ trägt – keinesfalls die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten bedienen und hat nicht den Anspruch, diese Zeit aufleben zu lassen. „Im Gegenteil“, sagt Krebsfänger. „Alle Acts sind immer noch in der Szene vertreten und werden auch keine ,Old-School-Sets‘ spielen.“ Aktuelle Musik stehe im Vordergrund. „Der eine oder andere Hit von früher wird aber sicherlich dazwischen sein“, so der Sottrumer.

Und was er sich für den Abend vorgenommen? Was macht überhaupt ein gutes Techno-Set aus? Krebsfänger: „Wenn ich als DJ bei den Gästen eine gute Stimmung erzeugen kann, sie sich einfach von den Beats treiben lassen und den Alltag so hinter sich lassen können.“

Einlass bei der „ReUnion“-Party im Bremer „Shagall“ ist um 22 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro.

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