Rallye auf Abstand

Zusammen fit trotz Corona: Bötersener Landfrauen organisieren Sportangebot

Sport machen trotz Corona-Lockdown: Die Bötersener Landfrauen Tanja Unthan (l.) und Susanne Cordes haben sich was überlegt.
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Sport machen trotz Corona-Lockdown: Die Bötersener Landfrauen Tanja Unthan (l.) und Susanne Cordes haben sich was überlegt.

Bötersen – Es geht eigentlich so ziemlich nichts in Sachen Vereinsleben in diesen Zeiten. Die Landfrauen Bötersen und Umgebung haben sich eingehend damit beschäftigt, was man trotz Kontaktverboten und Coronamaßnahmen auf die Beine stellen kann. Die Rallye „Fit durch den Winter“ ist dabei die erste Veranstaltung, und schon am Samstag geht es los.

Wenn ein neues Jahr beginnt, hat der Durchschnittsdeutsche das dringende Bedürfnis, seine Weihnachtspfunde von den Rippen zu bekommen. Darin unterscheidet sich auch dieser Jahresanfang nicht sonderlich. Allerdings ist die Lage prekärer, weil viele Leute durch den Lockdown schon viele Wochen ohne Bewegung sind, und weder Sportvereine noch Fitnessstudios können Abhilfe schaffen. Die Landfrauen Bötersen und Umgebung haben deshalb ein Konzept erarbeitet, das ermöglicht, gemeinschaftlich die eigene Fitness zu steigern und dabei alle notwendigen Coronamaßnahmen einzuhalten.

Es geht um die Aktion „Fit durch den Winter“, die an den kommenden vier Samstagen in der Gemeinde Bötersen für viel Bewegung sorgen soll. „Einerseits ist es eine sportliche Aktion an der frischen Luft, aber andererseits ist es für uns ein Zeichen, das wir setzen wollen“, erläutert Susanne Cordes, die Vorsitzende der Landfrauen im Ort, „ein Zeichen dafür, dass wir noch da sind. Dass wir etwas miteinander machen wollen und auch zukünftig machen werden“.

Man habe noch einige weitere Eisen im Feuer, die in den nächsten Wochen und Monaten zur Umsetzung gebracht würden. „Wir können allerdings aktuell noch keine konkreten Dinge benennen, weil wir alles, was wir vorhaben, auch immer auf den jeweils aktuellen Stand der Coronaschutzmaßnahmen bringen werden“, so Cordes. So viel vorweg: Moderne Kommunikationstechnik und Portale für Videotelefonie sind dabei enorm wichtige Werkzeuge.

Doch zurück zur aktuellen Aktion: Es handelt sich um eine Mischung aus Streckenbewältigung mit eingestreuten Fitnessübungen. Oder wie die Vorsitzende es ausdrückt: „Es wird eine sportliche Schnitzeljagd, bei der jede teilnehmende Person einem mit Kreide auf dem Boden markiertem Streckenverlauf folgen muss, um an zehn bis 15 Stationen einzelne Übungen, beispielsweise zehn Kniebeugen, absolvieren muss. Welche Übung wo gemacht werden soll, darüber informiert ein Ballon, der an jeder Station angebracht wird. Die Strecke ist zwischen vier und fünf Kilometern lang und der Parkplatz an der Grundschule in Bötersen ist der Startpunkt.

Das sportliche Konzept, stammt von Angela Bruns. Die Schleeßelerin ist lizenzierte Trainerin und hat mit derlei Übungen viel Erfahrung. „Die Strecke kann man per Walking, Jogging oder durch schnelles Gehen beschreiten. Jeder entscheidet für sich selbst, wie die eigene Leistungsfähigkeit ist“, so Cordes. Hinter all dem steht auch ein gesundheitliches Konzept, das mit dem Gesundheitsamt Rotenburg abgesprochen wurde, um auch garantieren zu können, dass niemand unter den Teilnehmern gefährdet ist. „Ich möchte an dieser Stelle auch einmal betonen, dass uns diese Behörde wirklich sehr unterstützt hat und das höchst unkompliziert“, freut sich Susanne Cordes.

Gestartet wird deswegen in zeitlichen Abständen und es sind nur zwei Personen gleichzeitig am Start zugelassen. Jeder Teilnehmer erhält im Vorfeld eine Startzeit, die unbedingt einzuhalten ist, damit es nicht zu Gruppierungen kommen kann. „Wer zu früh kommt, muss solange abseits oder im Auto warten“, erläutert die Landfrauen-Vorsitzende, „und falls es im Verlauf der Rallye zu Überholungen durch die Teilnehmer kommt, so muss auch dies im nötigen Abstand geschehen.“ Dieser Abstand von mindestens zwei Metern müsse auch bei den miteinander laufenden Personen eingehalten werden, sofern sie nicht aus einem Haushalt kommen.

Das lasse sich allerdings nicht bis ins letzte Detail kontrollieren, weswegen auch auf die Eigenverantwortung der startenden Personen gesetzt würde. Der Spaß an der Sache und die Förderung der Gesundheit seien gratis, so Cordes. Bisher sei das Echo sehr gut, die Aktion ist bereits ausgebucht. Was bleibt, ist die Hoffnung auf gutes Wetter, denn gestartet wird auf jeden Fall.

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