Kunsthandwerkermarkt im Fokus

Zurück zu den Wurzeln: Ahauser Herbst 2021 muss ohne Konzertveranstaltungen auskommen

Zuletzt hatte es 2019 die Möglichkeit gegeben, den Ahauser Herbst zu genießen.
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Zuletzt hatte es 2019 die Möglichkeit gegeben, den Ahauser Herbst zu genießen.

Ahausen – Normalerweise gehörte die Melange aus Kunsthandwerk und Konzerten zum Erfolgsrezept des Ahauser Herbstes. Dieses Jahr muss das Organisationsteam des Ahauser Heimatvereins um Carsten Kassburg einige Abstriche hinnehmen: Keine Konzerte, keine Veranstaltung über vier Tage, stattdessen ein reiner Kunsthandwerkermarkt – dieses Mal unter dem Motto „Nimm Platz!“ –, der sich an zwei Tagen, Samstag und Sonntag, 30. und 31. Oktober, über Publikum freut. Kassburg will es positiv sehen: „Back to the roots“, sagt er.

Denn eben in dieser Form hat es mit dem Ahauser Herbst begonnen, und aufgrund von Corona besinnt sich der Verein auf die Frühform des Konzeptes. „Es ist schade, dass wir die Konzerte nicht machen können – so wie in den Jahren zuvor“, bedauert Kassburg. „Aber das Risiko war uns zu groß, wir müssten da Verpflichtungen eingehen, die wir uns so nicht leisten können.“

Dennoch sei für das ganze Team des Ahauser Herbstes klar gewesen: „Wir wollen den Kunsthandwerkermarkt unbedingt machen“, betont Kassburg. „Das hat auch mit den Ausstellern zu tun, von denen sich viele Sorgen machen, wie sie über die Runden kommen sollen.“ Die Kunsthandwerker seien dankbar für die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren. „Dementsprechend haben wir viele Anfragen bekommen, leider konnten wir nicht allen gerecht werden“, bedauert Kassburg. „Wir achten grundsätzlich darauf, eine gute Mischung hinzubekommen – aus bekannten Gesichtern und neuen Ausstellern. Und wir haben die Abmachung, dass die Kunsthandwerker nach drei direkt aufeinanderfolgenden Teilnahmen erst einmal aussetzen.“ Auch in diesem Jahr sind zudem Aussteller dabei, die zum ersten Mal in Ahausen zu Gast sind. Das sind dieses Mal Dietmar Stehnken aus Rotenburg mit seinen Sandbildern, Frauke Schlegelmilch aus Westfalen stellt besondere Salzstreuer aus Keramik vor und Lennart Krause aus Rotenburg, der Modedesign studiert, zeigt einige seiner Werke. „Wir schauen immer nach neuen Kunsthandwerkern, aber es gibt natürlich auch welche, die wollen unsere Besucher gerne wiedersehen.“

Neun Standorte im ganzen Dorf

Die Stände verteilen sich auf neun verschiedene Standorte: das Gelände des Heimatvereins, das Weinatelier 13, der Kulturhof, die Schützenhalle, die alte Sparkasse, die Ole School, „Hof achtern Beek“, Hof Ragna Reusch und die Ahauser Zimmerei. „Da braucht es zum Bummeln Zeit – und den Willen, zu wandern“, betont Kassburg. „Auch die mehreren Standorte haben schon Tradition.“

Im vergangenen Jahr hatte der Ahauser Herbst ausfallen müssen, 2021 hatte sich der Heimatverein an einen Ahauser Sommer herangewagt: „Und da haben alle Besucher die Spielregeln akzeptiert und umgesetzt“, freut sich Kassburg. „Es ist allerdings ein Unterschied, ob wir ein Open-Air-Konzert mit 130 Zuschauern machen, die sitzen, oder eine Veranstaltung wie den Kunsthandwerkermarkt, wo die Menschen von Stand zu Stand gehen.“ Um dennoch den Hygienemaßnahmen gerecht zu werden, plant das Organisationsteam eine Einbahnstraßenregelung, eine Kontaktdatenverfolgung ist nach aktuellem Stand nicht nötig. An mehreren Stellen stehen Infotafeln mit Hinweisen und einer Handdesinfektionsstation.

Beginn bereits um 11 Uhr

Auch das kulinarische Angebot fällt pandemiebedingt anders aus: Statt Flammkuchen aus dem eigenen Ofen wird ein Foodtruck vor Ort sein. Ein bisschen zur Entzerrung sollen die erweiterten Öffnungszeiten beitragen: An beiden Tagen ist der Bummel bereits ab 11 Uhr möglich, Schluss ist jeweils um 18 Uhr.

Und dann ist da noch das Motto „Nimm Platz!“, mit dem der Verein wiederum nichts zu tun hat, sondern welches sich die Ahauser Bürger ausgedacht haben. Was es damit auf sich hat, weiß Carsten Kassburg nicht. „Das kann eine buntgestaltete Gartenbank sein, ein kreativer Sitzplatz, irgendeine Metapher auf die Frage, wo wir Stellung beziehen, wo wir uns sehen – oder vielleicht auch etwas ganz anderes“, rätselt er. „Da sind wir einfach gespannt, was da kommt.“

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