Zurück auf Kurs

Der Bau des Mehrzweckgebäudes in Reeßum schreitet voran

Reeßums Bürgermeister Marco Körner freut sich schon auf das Mehrzweckgebäude. Am Freitag ist Richtfest. - Foto: mro

Reeßum - Von Matthias Röhrs und Lea Hoops. Marco Körner gibt sich entspannt. Verflogen ist der Ärger des Reeßumer Gemeindebürgermeisters über die von der Rotenburger Landkreisverwaltung Ende Mai verhängten Lärmschutzauflagen für das sich gerade im Bau befindliche Mehrzweckgebäude mitten im Ortskern. Er ist zuversichtlich, dass dessen Betrieb ab Ende des Jahres trotzdem wie gewünscht vonstatten gehen kann. Man liege im Zeitplan. Für Freitag (16 Uhr) ist zunächst einmal das Richtfest angesetzt.

Der Rohbau ist fertig, Kalksandstein steht auf Kalksandstein, einige der Wände sind bereits verklinkert. Auch der Dachstuhl ist aufgebaut, vor dem Gebäude stehen Baugerüste, und es häufen sich Baumaterialien auf dem Hof. Körner steht in der zukünftigen Küche und lächelt. Nicht mehr lange, dann können in dem Neubau unter anderem die Tischtennisabteilung des TuS Reeßum trainieren, der Gemeinderat Sitzungen abhalten und Kulturveranstaltungen stattfinden.

In der Gemeinde wähnt man sich zurück auf Kurs. Noch vor wenigen Monaten waren die Gemüter im Rat ziemlich erhitzt, das Bauvorhaben stand auf der Kippe. Der Landkreis brachte unerwartet Einschränkungen bezüglich des Lärmschutzes hervor – ein Anwohner hatte sich beschwert. Dem damals bei Körner eingegangenen Brief aus dem Kreishaus zufolge wäre von 6 bis 22 Uhr nur eine Belastung von 60 und nachts von 45 Dezibel Schalldruck zulässig gewesen. Ab 22 Uhr ist der Betrieb zudem komplett verboten, Veranstaltungen hätten daher um 21.45 Uhr beendet sein müssen.

„Auflagen entbehren jeglicher Grundlage“

Die Gemeinde hat inzwischen eine Stellungnahme beim Landkreis eingereicht, sich vorher rechtlich beraten lassen. „Unserer Auffassung nach entbehren die Auflagen jeglicher Grundlage“, sagt Körner. Die Lärmbelastung sei überschaubar, das Mehrzweckgebäude sei schließlich kein Partyraum. Untermauert werden soll diese Argumentation mit einem etwa 3.000 Euro teuren Gutachten, dass die Gemeinde mittlerweile in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse sollen dann bis Ende August dem Landkreis vorliegen. Infrage stellen – wie noch Ende Mai – tue das Projekt im Dorf mittlerweile keiner mehr.

Mit weiteren Hindernissen rechnet Körner nicht. Einzig der von Autos auf den Parkplätzen entstehende Geräuschpegel könne noch problematisch werden. Zumindest dann, wenn eine Veranstaltung länger dauere und die Gäste erst nach 22 Uhr das Gelände verließen. Insgesamt koste das Vorhaben nun 1,7 Millionen Euro, das sei auch relativ sicher. „Wir haben schon alle Baufirmen beauftragt“, so Körner, große Abweichungen seien unwahrscheinlich. Nur die Kosten für die Wiederherstellung der Grünfläche und den Bau von Parkplätzen seien noch nicht bekannt.

Das Geld werde aber gut investiert, der neue Gebäudekomplex biete einen Mehrzweckraum mit einer Grundfläche von 190 Quadratmetern, ein Gruppenraum von 30 Quadratmetern finde ebenfalls Platz wie auch eine kleine Küche und angrenzende Umkleidebereiche. Der alte, modernisierte Gebäudeteil wird auch weiterhin in Benutzung bleiben. Kleine Tagungsräume könnten so beispielsweise vom Friedhofsausschuss oder dem Kindergarten genutzt werden.

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