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Zukunft des Brettmann-Hauses hängt von Förderantrag ab

Holger Bahrenburg (l.) und Hans-Jürgen Krahn vor dem Brettmann-Haus.
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Holger Bahrenburg (l.) und Hans-Jürgen Krahn hoffen auf einen positiven Förderbescheid.

Die Gemeinde Sottrum hat einen neuen Förderantrag für das Brettmann-Haus an der Stuckenborsteler Wassermühle eingereicht. Die vorgestellten Pläne sehen vor, das 160 Jahre alte Gebäude zu kürzen und um ein kleines Stück auf dem Gelände zu versetzen.

Stuckenborstel – Seit 160 Jahren hat das Brettmann-Haus seinen Platz neben der Wassermühle in Stuckenborstel. Hat ein kürzlich von Gemeinde eingereichter Antrag Erfolg, könnte sich das ändern – zumindest geringfügig. Dabei geht es um Fördergelder in Höhe von maximal 500 000 Euro, die aus EU-Töpfen über das ZILE-Programm nach Stuckenborstel fließen könnten. Mit diesem Geld, so die Planungen, könnte das Gebäude für eine neue Nutzung wiederhergestellt werden.

„Wir hatten eine Beauftragte des Landes Niedersachsen hier, die sich das Brettmann-Haus angeschaut hat. Und nach ihrer Beurteilung fällt es nicht unter Denkmalschutz“, sagt Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. „Das ist insofern gut, dass das Gebäude so abgebaut und mit denselben Materialien ein Stückchen versetzt wieder aufgebaut werden kann.“ Im Zuge dessen sollen das Gebäude etwas verkürzt und hinten eine Terrasse angedockt werden. Für das Obergeschoss sieht die eingereichte Planung eine Hausmeisterwohnung vor.

Seitengebäude nicht erhaltungsfähig

Und dafür spielt die Förderung eine nicht unerhebliche Rolle, denn das Gesamtvolumen der Umsetzung beläuft sich auf etwa 1,1 bis 1,2 Millionen Euro, das Geld aus dem ZILE-Programm würde davon bereits fast die Hälfte abdecken. „Und darin ist auch noch nicht die nötige Mühlenrestaurierung enthalten“, so Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). Die Seitengebäude spielen ebenfalls aktuell keine Rolle in den Planungen: „Die gelten derzeit als nicht erhaltungsfähig“, erläutert Bahrenburg. „Aber da warten wir noch mal eine weitere Prüfung ab.“

Denn dass etwas geschehen müsse, sei klar, sagt auch Krahn. „Da muss halt ein Konzept her, und da redet der Fördermittelgeber dann auch mit. Und auch in die Nutzung werden alle mit eingebunden, beispielsweise auch der Mühlenverein. Da soll niemanden etwas übergestülpt werden.“

Dieser Förderantrag ist ein Schnellschuss.

Lühr Klee

Doch genau das kritisiert Grünen-Ratsherr Lühr Klee. „Dieser Förderantrag ist ein Schnellschuss“, so der Stuckenborsteler gegenüber der Kreiszeitung. „Es hat seit Langem keine weitere Bürgerbeteiligung stattgefunden, seit 2018/19 ist in dieser Angelegenheit auch nichts mehr passiert.“ Die Vereine, moniert Klee, seien bei der Antragsstellung links liegen gelassen worden.

Was in Stuckenborstel entstehen soll, sei kein „zweites Heimathaus“, wie Bahrenburg betont. „Es soll als Kulturhaus, Dorfmittelpunkt und Haus der Vereine fungieren“, schwebt ihm vor. „Jeder sollte es nutzen können, auch auswärtige Vereine, wie beispielsweise die Kulturinitiative Sottrum.“ Die entsprechenden Bedarfe der Vereine habe man bereits ermittelt und in dem Entwurf miteingeplant.

Warten auf Rückmeldung

Genau das sei nicht passiert, sagt Klee. „Wenn es sinnvoll ist, das Gebäude abzureißen und neu aufzubauen, ist das okay. Aber wir hätten den Neubau in den Gremien besprechen müssen.“ So hätte es sich angeboten, anstatt einer Hausmeisterwohnung im Obergeschoss dort Optionen für junges Wohnen zu schaffen. „Da hätte man vieles attraktiv miteinander verbinden können“, so der Stuckenborsteler. „Durch die Planungen, die dem Antrag beigelegt sind, sind jetzt die Größe des Gebäudes als auch das Vorhaben für eine Terrasse festgelegt. Jetzt setzt man uns das einfach so vor die Nase, dabei hätte man den Prozess vernünftig abschließen müssen.“ Dabei hätte das Gelände zur Wieste hin eine einmalig schöne Lage. „So ein Projekt – das machen wir einmal, das ist eine Weichenstellung. Danach wird erst einmal da zehn Jahre lang nichts wieder passieren“, sagt Klee.

Voraussichtlich im Frühling kommenden Jahres gibt es eine Rückmeldung über den Erfolg des Fördermittelantrages. „Und wenn das so weit ist“, so Bahrenburg, „haben wir als Gemeinde natürlich auch das Interesse, möglichst schnell in die Umsetzung zu gehen.“

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