1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Sottrum

Zukünftige Kreisrätin: Silke Fricke zieht’s an die Kreisspitze

Erstellt:

Kommentare

Wird das Rathaus verlassen, um den Posten als Kreisrätin beim Landkreis Rotenburg anzutreten: Bremervördes Erste Stadträtin Silke Fricke.
Wird das Rathaus verlassen, um den Posten als Kreisrätin beim Landkreis Rotenburg anzutreten: Bremervördes Erste Stadträtin Silke Fricke. © Holst/bz

Kreisrat Sven Höhl hört auf. Und dem Vernehmen nach ist mittlerweile so gut wie sicher, wer seinen Stelle in der Landkreis-Spitze übernehmen wird: Die gebürtige Sottrumerin Silke Fricke, aktuell Erste Stadträtin Bremervördes. Es geht nur noch um Formalien.

Bremervörde/Sottum – Paukenschlag im Bremervörder Rathaus: Dr. Silke Fricke, seit Februar 2015 Erste Stadträtin und damit zugleich Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters in der Ostestadt, wird zum 1. September ins Rotenburger Kreishaus wechseln. Dort wird die 45-Jährige die Nachfolge des Kreiskämmerers und Kreisrates Sven Höhl antreten, dessen Vertrag bereits Ende Juni ausläuft.

Damit würde nach dem Posten des Landrates innerhalb kurzer Zeit eine weitere zentrale Position in der Rotenburger Kreisverwaltung mit einer Person aus der Ostestadt besetzt.

Endgültig in trockenen Tüchern ist der Wechsel Frickes erst nach Zustimmung des Kreistages in seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche am 17. März. Nachdem sich am Dienstag jedoch der Ausschuss für Finanzen, Personal und Organisation mit der Personalie befasste und am Mittwoch der Kreisausschuss auf Empfehlung von Landrat Marco Prietz (CDU) ein einstimmiges Votum für Fricke abgab, darf dieser Umstand getrost als Formsache angesehen werden. Trotzdem: Vor der Kreistagssitzung werde er zu dieser Personalie keine öffentliche Stellungnahme abgeben, antwortet der Landrat auf eine Anfrage.

Wie aus den mittlerweile veröffentlichten Sitzungsunterlagen für die kommende Kreistagssitzung hervorgeht, gingen beim Landkreis 26 Bewerbungen für die Stelle ein. Acht Bewerber und Bewerberinnen wurden zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, drei von ihnen haben sich schließlich am Dienstag dem Ausschuss für Finanzen, Personal und Organisation vorgestellt. Fricke wusste offensichtlich zu überzeugen. Nun winkt der Verwaltungsjuristin, die vor ihrer Zeit in Bremervörde im Personalreferat des Berliner Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie tätig war, ein über acht Jahre laufender Vertrag als Leiterin des Dezernates I im Rotenburger Kreishaus.

Die Stelle als Kreisrätin habe sie gereizt, begründet die gebürtige Sottrumerin Silke Fricke ihre Bewerbung. „Der Posten vereint alles, was ich beruflich bisher erlebt habe“, so Fricke. Ihr künftiger Aufgabenbereich in Rotenburg umfasst neben der Kämmerei auch die Bereiche Digitalisierung, Personal und Gebäudewirtschaft.

Ein entsprechendes Votum des Kreistages vorausgesetzt, wolle sie im Rotenburger Kreishaus „für den ganzen Landkreis etwas bewegen“. Silke Frickes bevorstehender Abgang kommt insofern überraschend, als ihr Vertrag in Bremervörde noch bis zum 31. Januar 2023 Gültigkeit besaß. Eine Verlängerung durch ein Votum des Stadtrates schien alles andere als undenkbar. Nun nimmt sie sogar noch vor dem Jahreswechsel ihren Hut und die Stadtverwaltung bekommt innerhalb eines knappen Jahres ein komplett neues Führungsduo.

Dass sie die neue Stelle erst im Herbst antritt, und nicht direkt nach Ausscheiden von Sven Höhl zum 1. Juli, geschieht auf eigenen Wunsch, sagt Fricke. Sie wolle ihren Posten im Bremervörder Rathaus geordnet übergeben, betont die Erste Stadträtin. Mit der angepeilten Regelung bleibe ihrer Wahlheimat ein halbes Jahr, um einen geeigneten Nachfolger beziehungsweise eine Nachfolgerin zu finden.

Vor dieser Aufgabe steht nun Bürgermeister Michael Hannebacher, der dem Stadtrat zu gegebener Zeit einen entsprechenden Vorschlag für diese wichtige Wahlbeamtenstelle wird machen müssen. „Seitens der Stadt wird kurzfristig mit der Nachfolgesuche begonnen werden“, versichert der Bürgermeister nach dem wahrscheinlichen Verlust seiner Stellvertreterin. „Letztendlich ist es eine höchsteigene Entscheidung, sich im beruflichen Leben neue Herausforderungen zu suchen und sich diesen zu stellen“, so Hannebacher.

Und einen entsprechenden Kreistagsbeschluss am 17. März vorausgesetzt: „Es freut mich persönlich für Frau Dr. Fricke, dass sie diese möglicherweise einmalige Chance in ihrem Wohn- und Heimatlandkreis an maßgeblicher Stelle der Landkreisverwaltung erhalten wird. Dabei wünsche ich ihr viel Glück und Erfolg.“  tb/bz

Auch interessant

Kommentare