Wunsch und Wirklichkeit

Architekt stellt dem Rat der Gemeinde Horstedt Varianten für Tine-Meyer-Haus vor

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Das Tine-Meyer-Haus (rechts) stand im Mittelpunkt der Horstedter Gemeinderatssitzung.

Horstedt - Von Antje Holsten-Körner. Viele Wünsche sind bei der Bürgerversammlung Mitte März geäußert worden, bei der es um den Ausbau des Tine-Meyer-Hauses in Horstedt ging. Schon damals war aber klar, dass die Gemeinde nicht alles realisieren kann, denn die Haushaltslage ist durch den Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen sehr angespannt. So kam das Thema nun in der Sitzung des Horstedter Gemeinderates auf den Tisch. Eine Entscheidung gibt es aber noch nicht.

Da das Projekt im Rahmen der „GesundRegion Wümme-Wieste-Niederung“ mit zwei Drittel der Gesamtkosten, die bei Antragstellung auf 381 000 Euro geschätzt wurden, gefördert wird, will die Gemeinde den Ausbau trotz der knappen finanziellen Mittel umsetzen. Daher stellte der Architekt Joachim Krampitz bei der Sitzung verschiedene Varianten mit den entsprechenden Kostenschätzungen vor. Vorgabe war ein Projektsteckbrief, in dem ein großer Mehrzweckraum, zwei 25 Quadratmeter große Umkleidekabinen mit Duschen und WC, Verwaltungsraum, Archiv, Putzraum, Küche und ein direkter Zugang zum angrenzenden Kindergarten aufgeführt sind.

„Nicht zum Preis von 400 000 Euro“

„Alles ist möglich mit einer Teilnutzung des Dachgeschosses“, erklärte der Architekt, nahm aber schon vorweg: „Es ist aber nicht zum Preis von 400 000 Euro möglich.“ Um einen großen Mehrzweckraum zur Verfügung zu haben, wäre eine Möglichkeit, einen Anbau zu erstellen. Dort ist dann eine Umkleidekabine mit Duschen untergebracht, die zweite Kabine und das Archiv sollen ins Dachgeschoss des Hauses.

Bei der zweiten Variante ist kein Anbau notwendig, denn beide Umkleidekabinen sind für das Dachgeschoss vorgesehen. Auch ein kompletter Neubau für die Umkleidekabinen mit Sanitäranlagen entstand auf dem Papier des Architekten.

Alle diese Varianten bieten einen 117 Quadratmeter großen Mehrzweckraum. Sie haben aber gemeinsam, dass sie den gesteckten Kostenrahmen deutlich überschreiten. Bei der großen Lösung wären nach heutigen Schätzungen sogar 615.000 Euro zu berappen. Dazu käme noch Geld für die Einrichtung. Zu einem Betrag von etwas mehr als 420.000 Euro wäre nur ein Ausbau des Erdgeschosses möglich. Das führt aber zu geringeren Raumgrößen: „Für die Umkleidekabinen stehen dann statt der vom SV Horstedt gewünschte 25 Quadratmeter nur jeweils 18 zur Verfügung“, rechnete der Architekt vor. Mehr als vier Duschen lassen sind dort nicht unterbringen, der Mehrzweckraum schrumpft auf 65 bis 70 Quadratmeter. „Die Preise sind auf dem Niveau von Ende 2016 kalkuliert. Derzeit kann man mit einer Steigerung von drei bis fünf Prozent rechnen“, so Krampitz. Auch durch die gute Auslastung der Unternehmen sind die Preise einfach vorherzusagen. Auf Vorschlag von Bernhard Goldmann (WFB) soll Bürgermeister Michael Schröck (SPD) bis zur nächsten Ratssitzung prüfen, ob bei höheren Baukosten auch höhere Zuschüsse möglich sind.

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