Wunsch der Eltern für 2015 nicht mehr umsetzbar / Konzept ist in Arbeit

Ferienbetreuung unmöglich

+
Im Kindergarten in Reeßum kann dieses Jahr keine Ferienbetreuung stattfinden, so wie es sich die Eltern gewünscht haben. Die Gemeinde arbeitet aber an einer Lösung für 2016.

Reessum - Von Matthias Daus. Ab sofort wird es in Reeßum früher dunkel. Der Rat der Gemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Straßenlampen unter der Woche bereits früher auszuschalten. Doch der am meisten diskutierte Punkt des Abends stand gar nicht auf der Tagesordnung: das geplante Mehrzweckgebäude.

Bürgermeister Wilfried Kirchner (CDU) stellte zu Beginn der Sitzung zufrieden fest, dass die zu behandelnden Themen scheinbar sehr wichtig für die Bevölkerung seien. „Die Hütte ist voll“, sagte er im Hinblick auf die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder.

Erster wichtiger Punkt war die Neuregelung der Straßenbeleuchtungszeiten. Mit einer Gegenstimme beschloss der Rat, dass ab dem 1. Juli als Testphase, die Straßenlampen werktags um Mitternacht ausgeschaltet werden sollen. Bisher leuchteten sie unter der Woche bis 1 Uhr. Die Wochenenden bleiben von dieser Neuregelung unberührt.

Auch mit der Möglichkeit einer Kinderbetreuung in der Ferien, mussten sich die Vertreter der Parteien beschäftigen. Diesen Wunsch hatten einige Eltern geäußert. Die Ratsmitglieder hätten Verständnis für die Probleme der Eltern, doch sei es nicht möglich, in diesem Jahr schon eine Lösung dafür anzubieten, so Kirchner. Der Rat will aber bis 2016 an einem Konzept arbeiten, wie die Versorgung der Jungen und Mädchen auch in den Ferien zu gewährleisten ist.

Für Aufregung in der Sitzung sorgte der Antrag von dem, aus gesundheitlichen Gründen fehlenden, Marco Körner (Die Grünen) über eine Aussprache bezüglich der landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Gemeinde. Kernpunkt war neben der Straßenverschmutzung durch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die Tatsache, dass es immer mehr Felder gäbe, die Stück für Stück ausgeweitet würden. Und das auf Kosten der Gemeindewege. Besonders die Ratsmitglieder Jürgen Worthmann (SPD) und Herbert Cordes (CDU) hatten sehr konträre Ansichten zu dieser Thematik. Schlussendlich einigten sich die Ratsmitglieder darauf, die Landschaftswartin Sabine Jeske einzuladen, und gemeinsam mit dem Rat und den Landwirten an einer Lösung zu arbeiten.

Anschließend verkündete der Bürgermeister, dass die Erneuerung der Hauptstraße in Taaken aus Kostengründen vom Tisch sei, dass aber ein Radweg von Schleeßel nach Taaken gebaut werde. In der anschließenden Bürgerfragestunde war dann das geplante Mehrzweckgebäude für Reeßum das vorherrschende Thema. Ein Dauerbrenner in der Gemeindepolitik. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, dass sowohl für sportliche Aktivitäten, als auch für Veranstaltungen anderer Art genutzt werden soll. Auch für den Kindergarten wäre es eine Bereicherung.

Das Konzept stehe soweit, aber die Finanzierung sei noch nicht in trockenen Tüchern. Es sei noch nicht abschließend geklärt, woher dei Gemeinde Fördergelder bekommen könne und in welcher Höhe. „Schließlich geht es um eine Bausumme von geschätzten 1,2 Millionen Euro und die kann die Gemeinde nicht alleine stemmen“, sagte Kirchner. Allerdings gäbe es auch schon positive Signale von den zuständigen Stellen, die für die Fördergelder in Betracht kommen.

Die Diskussion darüber führten nicht nur die Ratsmitglieder untereinander, auch die Bürger schalteten sich ein. Die Verantwortlichen von Sport und Politik einigten sich schließlich darauf, miteinander die entsprechenden Hebel in Bewegung zu setzen und das Projekt möglichst zeitnah voranzutreiben.

Mehr zum Thema:

Lätare-Spende in Verden

Lätare-Spende in Verden

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Meistgelesene Artikel

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Schunkeln in der St.-Lucas-Kirche

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Grenze der Landkreise Rotenburg und Verden ändert sich

Grenze der Landkreise Rotenburg und Verden ändert sich

Familie aus dem Kosovo wird in Heimatland zurückgeschickt

Familie aus dem Kosovo wird in Heimatland zurückgeschickt

Kommentare