Elternnetzwerk darf vorerst weiter kostenlos in Hellwege bleiben

Wohin mit Simbav?

Gesine Griephan (l.) und Antje Jäger hoffen auf eine dauerhafte Lösung für Simbav in der Samtgemeinde Sottrum. - Foto: Goldstein

Hellwege - Der Verein Simbav darf vorerst in Hellwege bleiben. Der Gemeinderat hat zugestimmt, einer Eltern-Kind-Gruppe das Heimat- und Kulturhaus (HuK) im Ort weiterhin einmal wöchentlich und kostenlos zur Verfügung zu stellen. Allerdings wie vor einem Jahr, als das Thema schon mal auf der Tagesordnung des Gremiums stand, wieder nur befristet. Verein und Gemeinderat wollen die Samtgemeinde in die Pflicht nehmen.

Für sechs Monate, so sieht es die Beschlussfassung des Rates vor, können Eltern und Kinder weiter immer mittwochs im HuK spielen. Ab dem 1. März soll aber eine andere Lösung her, das wurde im Zuge der Diskussion zwischen den Politikern und den vom Verein entsandten Vertreterinnen – Antje Jäger, die Vorsitzende, und Gesine Griephan – deutlich. Ein Verbleib in Hellwege ist dabei allerdings nicht vollends ausgeschlossen, jedoch müssten andere Kommunen – Samtgemeinde oder Mitgliedsgemeinden – ebenfalls ihren Beitrag für dieses Angebot leisten. Schließlich sei es kein für Hellwege exklusives, sondern für alle Kommunen in der Region.

Dennoch: Die meisten Eltern-Kind-Paare, die das Angebot von Simbav annehmen, kommen auch aus der Gemeinde Hellwege. Auch Bürgermeister Wolfgang Harling konnte nicht umhin zu bemerken, dass der Verein die Nachfrage nach einer Eltern-Kind-Gruppe nachgewiesen habe. Insgesamt kämen 140 Kinder an 20 Terminen pro Jahr – beispielsweise auch aus Bötersen, Ahausen, Stuckenborstel und Ottersberg, so die beiden Simbav-Vertreterinnen. Die Gruppe soll für alle in der Samtgemeinde da sein. Jedoch arbeitet der Verein zumeist ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen.

Letztendlich ist die Entscheidung, das HuK zumindest für sechs Monate weiter zur Verfügung zu stellen, eine Mischung aus Prinzip und Kompromiss. Dass weiter nur Hellwege als Kommune den Verein mit der Übernahme von Strom- und Heizkosten unterstützen soll, wollte dem Rat offenkundig nicht in den Kopf. Jäger und Griephan zeigten sich verständnisvoll, verwiesen aber immer wieder auf den Mehrwert, den Hellwege durch die Simbav-Gruppen erhalten würde.

Der Verein würde eigener Aussage nach auf Samtgemeinde-Ebene immer wieder versuchen, Unterstützung zu erhalten. Zumal der Verein ab dem kommenden Jahr eine Förderung von 1 500 Euro brauche, um das Angebot sichern zu können. Bisher seien aber alle Bemühungen ins Leere gelaufen. In anderen Kommunen – die Namen Scheeßel, Lauenbrück und Visselhövede fielen immer wieder während der Diskussion – käme die Unterstützung bereitwilliger.

Wobei Hellwege sowohl Jäger als auch Griephan als Standort grundsätzlich zusagt. Sottrum wäre zwar zentraler, könnte dem Vernehmen nach aber keinen entsprechenden Raum anbieten. Ein Ausweichen in eine andere Gemeinde könnte Schwierigkeiten mit sich bringen. Bötersen beispielsweise sei für Kommunen wie eben Hellwege oder auch Ahausen zu weit weg und außerdem zu dicht an Rotenburg. Dort hat der Verein seinen Sitz und bietet in eigenen Räumen in der Innenstadt bereits verschiedene Gruppen an.

Von Matthias Röhrs

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