Psychotherapeutin zieht in ehemalige Kita

Was wird aus der alten Ahauser Krippe?

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Im alten Gebäude des Ahauser Kindergartens will eine Psychotherapeutin eine Praxis gründen. 

Ahausen - Von Matthias Röhrs. Schon seit fast zwei Jahren stehen die Räume neben dem Ahauser Gemeindebüro leer. Vor zwei Jahren war dort noch die Heimat des Kindergartens „Sonnenblume“, der im April 2016 neben die Grundschule an den Verdener Weg gezogen ist. Seitdem zerbricht man sich in Ahausen den Kopf darüber, wie man die Gebäude inklusive den ehemaligen Krippenräumen am besten nutzen kann. Nun kommt Bewegung in die Sache.

Wenige Meter entfernt, aber im selben Gebäude, hat der Gemeinderat am Montag weitere Überlegungen angestrengt. Kurz zuvor hatte Bürgermeister Claus Kock (CDU) das Wort ergriffen. Er hatte schlechte Nachrichten: Eine Tagespflege, die konkretes Interesse an den Räumen hatte, hat von der Landkreisverwaltung keine Erlaubnis für die angepeilte Größe von 15 Personen erhalten und ist von dem Vorhaben abgerückt. Es wäre für viele Ratsmitglieder der große Wurf gewesen. „Eine Tagespflege im Ort wäre genial“, drückten es Birgit Gundlach (SPD) und Robert Abel (POP) aus.

Immerhin: Kurz darauf hatte eine weitere Interessentin den Wunsch geäußert, in den Räumen des Kindergartens eine Praxis der Psychologie mit Naturheilverfahren einzurichten. Der Rat hat dafür einstimmig das Okay gegeben. Allerdings zunächst auf zwei Jahre befristet. Lieber wäre es ihm gewesen, alles in einem zu vermieten. Man schloss sich aber der Meinung von unter anderem Dirk Grieger von den Grünen an: „Leerstände provozieren weitere Leerstände. Wir müssen zeigen, dass hier etwas geht.“

100.000 Euro für Umbau vorgesehen

Doch was passiert mit dem Rest der Immobilie? Zunächst soll umgebaut werden. Schon für die Praxis müssen beispielsweise die sanitären Anlagen sozusagen auf Erwachsenengröße gebracht werden, hinzu kommen Kleinigkeiten. Darüber hinaus soll insbesondere das Obergeschoss soweit vorbereitet werden, um auf neue Projekte schnell reagieren zu können. So muss das Stockwerk entkernt werden, zudem Bedarf es einer neuen Treppe. Ein Architekt soll die Planungen bald aufnehmen. Für den Umbau sind im Investitionsplan der Gemeinde 100.000 Euro vorgesehen.

Die Idee einer Pflegeeinrichtung in zentraler Ahauser Lage ist indes nicht vom Tisch. Die Verwaltung will sich beim Landkreis erkundigen, weshalb die geplante Tagespflege letztendlich scheiterte. Anschließend will der Rat diskutieren, ob dahingehend weitere Umbaumaßnahmen ergriffen werden sollten. Andererseits wäre der Umbau der Krippe zu sogenannten Maisonette-Wohnungen eine Option, hieß es.

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