Zu wenig Platz in den Lehrerzimmern der Grundschulen

Es wird eng

An der Horstedter Grundschule ist zu wenig Platz für die Lehrer. Sie haben derzeit nur einen verhältnismäßig kleinen Raum zur Verfügung. Foto: Witte

Horstedt - Von Farina Witte. Wolfgang Harling (SPD), Vorsitzender des Schulausschusses, lud die Anwesenden gleich am Anfang der vergangenen Sitzung ein, sich ein Bild vom Lehrerzimmer der Horstedter Grundschule zu machen. Das grenzt direkt an das Foyer, in dem sich die Ausschussmitglieder und Zuhörer versammelt hatten. Und was diejenigen, die seiner Einladung folgten, sahen, ist: Es ist eng.

Der ohnehin nicht große Raum bietet an einem Tisch Platz für gerade einmal elf Personen. Dabei, erklärte Schulleiterin Annette Römer, seien es insgesamt 20 Kollegen und häufig seien um die 15 gleichzeitig anwesend. Sie selbst teilt sich das Büro mit ihrer Sekretärin. Platz für private Gespräche, etwa mit den Eltern, gebe es weder für sie noch für die anderen Lehrer. Eine Lösung muss her, das betonte die Schulleiterin gegenüber den Ausschussmitgliedern. Zwar hat die Schule einen Antrag darauf gestellt, dass die Lehrer stattdessen in das angrenzende Waldhaus ziehen könnten. Die optimalste Lösung sei das aber nicht, betonte die Schulleiterin. In dem Haus ist unten ein Werkraum untergebracht, oben eine Wohnung. Auf den Werkraum könne die Schule nicht verzichten. „Da können sich die Kinder auspowern“, berichtete Römer von den Stunden, in denen dort unterrichtet wird. Würde er nach oben verlegt, müsste allerdings erst der Bodenbelag angepasst werden, denn derzeit ist im Obergeschoss Teppich verlegt. Für die Lehrer hingegen sei es nicht machbar, die oberen Räume zu nutzen. Denn in dem Fall könne die Aufsichtspflicht nicht sichergestellt werden. Außerdem wäre es für die Lehrkräfte sehr aufwendig, weil sie meistens eine Menge Materialien mit in den Unterricht trügen.

Dass die Schule allerdings in keinem Fall in das Obergeschoss ziehen wird, darin war sich der Ausschuss schnell einig. Aktuell ist die Wohnung vermietet, und eine Kündigung der Wohnung aufgrund von Eigenbedarf schlossen die Politiker aus.

Ausschussmitglied Hans-Jürgen Krahn (CDU) brachte den Vorschlag ein, dass zunächst nach alternativen Optionen im Schulgebäude selbst geschaut wird. „Verwaltungsseitig müssen wir auf den bestehenden Raumbestand hinweisen, weil wir auch die Kosten im Auge behalten müssen. Jeder kennt die Haushaltssituation“, sagte auch Holger Bahrenburg zu dem Einwand. Die Schule selbst wäre am ehesten mit einem Anbau am Bestandsgebäude zufrieden. Das kann auch ein einfacher Bau sein, betonte Römer. Sie verdeutlichte auch, dass die Lehrer auch eine vorübergehende Umnutzung des Waldhauses zum Lehrerzimmer ablehnen. „Dann halten wir es lieber noch eine Weile aus“, sagte sie: „Wir haben im Lehrplan einfach diese ein, zwei Stunden, in denen die Kinder praktische Tätigkeiten erlernen können.“ Immerhin war sich der Ausschuss darin einig, Planungskosten in Höhe von 50 000 Euro einzuplanen. Ob es dazu kommt, entscheidet sich nach den Beratungen im Finanzausschuss und im Rat, der den Haushalt dann auch beschließen wird.

Das Problem, dass das Lehrerzimmer zu klein ist, hat aber nicht nur die Grundschule in Horstedt. Das merkt Tim Weidenfeld, Rektor der Sottrumer Grundschule am Eichkamp, an. „Das ist sowohl in Bötersen als auch in Sottrum so.“

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