Willkommens-Dinner in Ahausen lockt viele Besucher an

Essen verbindet

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Mohammet aus Syrien dient Sassa Weyandt als Übersetzer.

Ahausen - Von Bettina Diercks. Wirklich bunt ist es beim Willkommens-Dinner für die Neuankömmlinge in Ahausen zugegangen. Eingeladen hatte der Asylkreis Ahausen-Eversen. Und nicht nur die Flüchtlinge kamen – auch sehr viele Bürger schauten vorbei.

Die sorgten für ein abwechslungreiches Büfett. Die Grundidee: Über und beim Speisen lassen sich am einfachsten Gespräche anfangen. Was heißt wie auf deutsch? Auf dem Büfett waren mindestens deutsch-englische Übersetzungen, an der Suppe gab es sogar ein dreisprachiges Schild, da sie auch auf arabisch beschrieben wurde.

Sassa Weyandt vom Asylkreis formulierte ihren Zukunftswunsch so: „Das wir uns in Ahausen einfach zusammen wohlfühlen und etwas zusammen machen können.“ Die Vorstellungsrunde eröffnete Weyandt mit ihrer Lebensgefährtin Jutta Gänssler. Sie stellten ihre Hobbies und Vorlieben vor. Auf Deutsch und Englisch. Ins Arabische übersetzte es der junge syrischen Neubürger Mohammet. Er verriet später, dass er sehr gerne tanzt, sowohl traditionelle wie moderne Tänze. Er und seine Familie leben mit einer weiteren jungen Familie aus Afghanistan zusammen, die nur Dari spricht. „Sie sind aber sehr nett“, sagte Mohammet und erzählte lachend, dass sie sich mit Händen und Füßen verständigen würden.

Ahausens amtierender Schützenkönig Jakob Honke hatte mit „I'm the king of Ahausen“ die Lacher auf seiner Seite. Sein Sohn avancierte von Anfang an zum Liebling des Abends, stürzte auf die Neuankömmlinge zu und ließ sich bereitwillig von jedem auf den Arm nehmen. Andersherum eroberte Ratsmitglied Robert Abel (PoP) die Kinderherzen, weil er witzige Fingerspiele mit ihnen einübte.

Insgesamt wurde während der Vorstellungsrunde viel gelacht, und es herrschte eine entspannte Stimmung. Manchmal war es schon ein wenig unruhig und laut, sodass die arabischen Übersetzungen Mohammets untergingen.

Neben der Strickgruppe stellte sich die Kirchengemeinde vor. Friederike Schloh vom Kirchenvorstand schlug vor, auf die mitgebrachten Kärtchen Wünsche zu schreiben. Sei es, was noch an Materiellem benötigt wird, wie auch Kontaktwünsche und Interessen. Wer etwas zu geben oder anzubieten hat, sollte es ebenfalls aufschreiben.

Aktuell benötigt: Sieben Fahrräder für eine siebenköpfige Familie aus Syrien, von denen zwei Töchter perfekt Englisch sprechen und sich anstrengen, möglichst schnell gut Deutsch sprechen zu können. Ahausens Pastorin Marita Meixner-Andersohn fragte, ob es nicht möglich sei, dass die Volkshochschule (VHS) einen Deutschkurs in Ahausen anbiete. Letztlich sei es egal, ob die VHS in Rotenburg oder in Ahausen Geld dafür bekäme, da es sich um Landesmittel handele.

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