Booster für die Bläserseelen

„Wildes Blech“ holt Platz elf beim Deutschen Engagementpreis

Benjamin Faber und Marina Carstens an einem der Banner an der B75 in Sottrum
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Auch, wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat: Benjamin Faber und Marina Carstens freuen sich darüber, was sie in den vergangenen Wochen geschafft haben.

Es hat nicht ganz gereicht: Im Rennen um den Deutschen Engagementpreis landete das Ensemble „Wildes Blech“ auf Platz elf - von 400. Dennoch sind Benjamin Faber und Marina Carstens glücklich über die Resonanz, die ihre Werbekampagne gefunden hat.

Sottrum – An einigen Stellen hängen sie noch – die großen Banner aus Meshgewebe mit dem Aufruf „Jetzt für uns abstimmen“. Die Bläserformation „Wildes Blech“ war nominiert für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises und hatte wochenlang unter anderem mit den Bannern für sich geworben. Am Ende hat es nicht ganz gereicht – Platz elf von 400 Teilnehmern. Und trotzdem: „Die Enttäuschung ist überschaubar“, sagt Benjamin Faber, der Leiter des Ensembles.

Schon vor ein paar Wochen hatte sich abgezeichnet, dass es trotz der Bemühungen nicht reichen wird. Aber: „Wir waren lange in den Top-Ten, teilweise sogar bis hoch auf Platz vier. Und dabei sind wir kämpferisch geblieben. Dazu ist in den Wochen so unglaublich viel passiert, dann kann auch eine Kämpferseele verknusen, dass es am Ende zu wenig Stimmen waren“, bemerkt Faber mit einem Lachen. „Der Weg dahin war entscheidend“, sagt auch Marina Carstens, die nicht nur in dem Ensemble Trompete spielt, sondern sich auch um die Social-Media-Kanäle des „Wilden Blechs“ kümmert. „Auch, wenn wir es am Ende nicht auf den ersten Platz geschafft haben: Wir haben viel erreicht.“

Auch, wenn wir es am Ende nicht auf den ersten Platz geschafft haben: Wir haben viel erreicht.

Marina Carstens

Für sie und Faber war die Zeit ein „Energiebooster“ für die rund 40 Musiker starke Gruppe. Denn nach der langen coronabedingten Pause sind auf diesem Weg spontane Konzerte zustande gekommen – zum einen als Vorgruppe des Vokalensembles „Maybebop“ in Scheeßel als auch auf einem Bauernhof. Dazu trat das „Wilde Blech“ im Rahmen des Theatersommers in Hartböhn auf.

Zwar war das Ensemble im Rennen um den Engagement-Preis, hat aber auch anders herum viel Engagement in diesen sechs Wochen der Abstimmungsphase erfahren. „Viele Mitglieder des Sottrumer Gewerbevereins haben uns dabei unterstützt“, freut sich Faber. „Eine Bäckerei aus Elsdorf ist sogar von sich aus auf uns zugekommen, dass sie uns helfen wollen.“ Das Ganze in Form von kurzen Videos, in denen die Unterstützer für die Wahl werben. Dem Team vom „Wilden Blech“ war es dazu gelungen, auch Einrichtungen wie den Tourow, das Vokalensemble Maybebop, den Landpark Lauenbrück oder auch das Theater Metronom in Hütthof mit ins Boot zu holen. „Mit diesem Hintergrund des Engagementpreises sind wir einfach ganz anders an die Leute heran getreten“, erinnert sich Faber. „Zum Beispiel auf der Seite des Hurricane-Festivals aufzutauchen war schon super.“ Er und Carstens sind überzeugt: „Auf viele Ideen wären wir vorher ohne die Nominierung gar nicht gekommen.“

Abonnentenzahlen auf Instagram und Facebook gehen nach oben

Schon länger ist das „Wilde Blech“ bei Facebook und Instagram unterwegs. „Natürlich haben wir immer mal was von Proben und Auftritten gepostet, aber jetzt haben wir uns dabei um deutlich mehr Reichweite bemüht“, sagt Carstens. Das hat sich gelohnt, denn auf beiden Kanälen haben die Abonnentenzahlen einen Satz nach oben gemacht, vor allem bei Facebook.

Neben der Werbung im Internet waren die Mitglieder der Gruppe viel unterwegs und haben ihre Visitenkarten verteilt. „Da haben wir gemerkt, dass uns viele noch gar nicht so kennen, die denken, dass wir normale Blasmusik machen und daher einfach so erst mal sagen: ,Das ist nicht meins‘. Auch das ist heute durch den Engagementpreis anders“, findet Carstens. Dazu gehörte auch immer ein bisschen Aufklärungsarbeit: Denn die Stimmabgabe war aufgrund der Verifizierung per E-Mail inklusive Klicken auf einen Bestätigungslink sehr aufwendig. „Wir mussten den Leuten immer klar machen: Ihr kauft da keine Waschmaschine“, erinnert sich Faber.

Blick nach vorne

Auch innerhalb des „Wilden Blechs“ hat die Zeit im Abstimmungsrennen Spuren hinterlassen: An der kreativen Runde, die Faber und Carstens vor der Kampagne zusammengetrommelt hatten, wollen sie erst mal festhalten und sich in Abständen weiterhin zusammensetzen. „Wer weiß, auf was für Ideen wir da beim Herumspinnen noch so kommen“, freut sich Faber.

Und die Wochen haben noch etwas anderes hervorgebracht: „Wir wollen uns künftig einfach mal mehr Sachen trauen, neue Kooperationen suchen“, betont Faber. „Es war dazu einfach wichtig, nach der langen Pandemie-Pause wieder etwas zusammen zu machen, das wir hoffentlich in der Vorweihnachtszeit fortsetzen können. Und wir hoffen jetzt auf das nächste Jahr.“

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