Weihnachtliche Dekoration im Seniorenheim ist eine Frage der Generation

Die Frage nach Lametta

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Wilhelm Früchtenicht und Nicole Schröder freuen sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Lametta, ja oder nein? Diese Frage treibt nicht nur die Bewohner und Pflegekräfte der K&S Seniorenresidenz in Sottrum um, sondern auch Leiterin Nicole Schröder. Denn für die Feiertage soll auf allen Stationen und in der Cafeteria im Erdgeschoss alles weihnachtlich hergerichtet sein.

Schon durch den ganzen Dezember hat sich in der K&S Seniorenresidenz ein weihnachtlicher Termin an den anderen gereiht – jedes Wochenende waren zusätzliche Adventsveranstaltungen. An Heiligabend, wartet dann auf die Bewohner von 10 bis 11 Uhr eine weihnachtliche Andacht. Oberste Priorität hat der passende Weihnachtsbaum.

Gemeinsam mit den Bewohnern schmücken Nicole Schröder und ihr Team den großen Tannenbaum im Aufenthaltsraum im Erdgeschoss, der Kamin direkt daneben, die roten und goldenen Kugeln und die liebevoll dekorierte Eingangshalle runden das weihnachtliche Ambiente ab.

Am Abend wartet auf die Bewohner der Klassiker, der bei vielen Heiligabend auf den Tisch kommt: Kartoffelsalat mit Würstchen. Und auch Geschenke dürfen bei einer richtigen Feier zu Weihnachten nicht fehlen. „Bei uns bekommen die Bewohner keine Einheitsgeschenke. Wir besorgen für jeden etwas, dass sie gebrauchen können oder sich gewünscht haben“, berichtet die Leiterin der Einrichtung. Da kommen Rätselbücher, Plüschtiere oder Duschzeug unter den Tannenbaum.

Auch die Senioren selbst sind vor Weihnachten auf der Suche nach den richtigen Geschenken für Kinder oder Enkel. Einige der Bewohner fahren nämlich über die Feiertage zu ihren Familien, da müssen also auch die passenden Präsente her. Doch auch die Pflegekräfte werden mit einer Kleinigkeit bedacht. „Die Bewohner sind so dankbar, und wollen dem Pflegepersonal etwas Gutes tun, dafür, dass sie 365 Tage 24 Stunden für sie da sind“, so Schröder.

Damit es nicht so karg ist, werden auch die einzelnen Stationen und die Zimmer der Senioren dekoriert. „Viele Angehörige richten die Zimmer auch so ein, wie die Bewohner es früher zuhause gemacht haben“, berichtet die Leiterin der Seniorenresidenz. Dabei kommt einiges zusammen, denn die meisten Senioren sind aus einem Haus in ihr Zimmer im Pflegeheim gezogen. Dabei stellen sich auch immer die Fragen nach Lametta, der Farbe der Kugeln oder der Kerzen. „Ich persönlich finde Lametta nicht so schön“, gibt Schröder zu, „aber das ist eine Frage der Generation“. Gerade für die ältere Generation sei Lametta am Baum nicht wegzudenken.

„Es ist auch total schön zu sehen, wie sich die Bewohner gegenseitig helfen und die Zimmer gemeinsam schmücken“, zeigt sich Schröder von der Hilfsbereitschaft begeistert. Auf den Stationen selbst haben die Alltagsbetreuer zusammen mit den Senioren die allgemeinen Bereiche dekoriert.

Dadurch ist es auch möglich, die Bewohner ein wenig aufzufangen. Denn gerade in der Zeit vor Weihnachten sei die Stimmung häufig gedrückt. „Das ist eine ganz sensible Zeit für die Bewohner“, macht die Leiterin deutlich. „Aber bei dem ganzen Trubel direkt vor den Feiertagen nehmen die Senioren die Traurigkeit nicht mehr so sehr wahr.“

Am ersten Weihnachtstag sind zusätzlich zu den Bewohnern auch alle Angehörigen eingeladen. Dann gibt traditionell es Ente. Bei all dem Trubel hat Nicole Schröder noch einen Wunsch für die Senioren: „Ein Herz voller Dankbarkeit, ein bisschen Zeit zum Träumen, Zufriedenheit das ganze Jahr und vom kostbaren Glück ein besonders großes Stück.“

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