Henry Kraft und Patrick Wallbaum bereiten sich auf Freibadsaison in Sottrum vor

Wasser marsch!

Henry Kraft (l.) und sein Kollege Patrick Wallbaum setzen den Faserfänger für das Nichtschwimmerbecken ein. - Fotos: Holsten-Körner

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. Der Countdown läuft: Schon in wenigen Wochen werden wieder die Türen des Sottrumer Freibades geöffnet – am 1. Mai ist Saisonstart. Um zu diesem Termin startklar zu sein, sind Schwimmmeister Henry Kraft und sein Kollege Patrick Wallbaum seit Ende Februar wieder jeden Tag im Bad eingespannt.

Zu ihren Aufgaben gehört es, die Spuren von Herbst und Winter zu beseitigen: Beckenumgänge, Wassereinläufe, Ventile und Filtermaterial müssen gereinigt, Laub entfernt, Reparaturen durchgeführt und Hecken geschnitten werden – die Liste lässt sich beliebig fortsetzten.

Erst wenn der Hebel dieses unscheinbaren Hahns umgelegt ist, fließt das Wasser.

Um die Sicherheit der Spielgeräte zu gewährleisten, war schon vor einigen Tagen ein Vertreter des Gemeindeunfallverbandes im Freibad und hat die notwendigen Abnahmen erledigt. Während das Nichtschwimmerbecken bereits entleert und gereinigt ist, stehen diese Arbeiten für das große Becken noch an. Anschließend ist der Fliesenleger vor Ort, um Schäden zu beseitigen, bevor es ab Mitte April „Wasser marsch!“ heißt. Mit rund zwölf Grad läuft dann das Wasser ein. Bis das 50-Meter-Becken vollständig gefüllt ist, vergehen drei Tage. Die niedrige Wassertemperatur hält den Schwimmmeister aber nicht davon ab, als erster einige Schwimmzüge zu absolvieren. „Das mache ich schon, seit ich diesen Beruf ausübe“, erzählt Kraft. Und das ist mittlerweile ein Vierteljahrhundert.

Doch eins hat sich im Laufe der Jahre bei seinem Ritual geändert. „Ich schwimme nicht mehr wie früher die ganze Bahn“, verrät der 51-Jährige. In den folgenden Tagen wird sich das Wasser durch die Außentemperatur und die hoffentlich scheinende Sonne vorwärmen, noch bevor geheizt wird.

Trotz der langen Routine, über die die beiden Freibadangestellten verfügen, gibt es jedes Jahr einen spannenden Moment. „Wenn unsere Anlage hochgefahren wird, ist es ein Überraschungsei für uns“, meint Wallbaum scherzhaft. „Wir wissen nicht, was wie den Winter überstanden hat“, ergänzt Kraft.

Wenn es zu Problemen kommt, sollten die aber den pünktlichen Saisonstart nicht gefährden. „Wir werden so lange arbeiten, bis es läuft“, betont der Schwimmmmeister. Von seinem Kollegen hat er volle Unterstützung: „Wir schaffen das pünktlich – zur Not legen wir eine Nachtschicht ein“, bestärkt ihn Wallbaum.

Für die beiden ist es Ehrensache, dass sich die Schwimmer auf den Termin am 1. Mai verlassen können. „Durch den festen Saisonstart ist es für alle angenehmer“, betont Henry Kraft, der sich – genauso wie Patrick Wallbaum – über die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Politik freut, die dem Freibad immer wohlwollend gegenüber stehen.

Noch mehr freuen sich die beiden aber auf die Besucher. „Es hat sich gelohnt, die vielen Wochen zu putzen und vorzubereiten, um dann die Leute strahlend zu erleben“, meinen die Freibadangestellten, die das gute Verhältnis mit den Wasserratten sehr zu schätzen wissen.

Die Gäste können sich wieder auf angenehm temperiertes Wasser in einwandfreier Qualität freuen. „Die Anforderungen an Badewasser sind höher als an Trinkwasser“, so Kraft. Schon jetzt können nicht nur Saisonkarten für das Freibad im Rathaus erworben werden, sondern Henry Kraft und Patrick Wallbaum nehmen unter der Telefonnummer 04264 / 633 Anmeldungen für die Schwimmkurse entgegen.

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