Krahn: „Zusammenarbeit denkbar“

Was Ottersberger Wochenmarkt-Pläne für Sottrum bedeuten

Auf einem Stand sieht man Blumenkohl, Karotten, Radieschen und Rosenkohl.
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Frisches Gemüse vom Wochenmarkt wie hier in Rotenburg, das ist auch in Sottrum denkbar. Archivfoto: Beims

In Ottersberg gibt es ab Mai wieder einen Wochenmarkt. Ähnliche Pläne gibt es auch in Sottrum. Sind sie nun in Gefahr?

Sottrum/Ottersberg – In Ottersberg soll es in Zukunft einen Wochenmarkt geben. Aus der Initiative der Facebook-Gruppe „Unser Ottersberg“ heraus gibt es ab Mai freitagnachmittags von 14.30 bis 18.30 Uhr auf dem Platz an der Straße Am Brink unter anderem Käse, Gemüse und Eis direkt vom Erzeuger. Vergangenen Freitag gab es ein Treffen der Initiatoren, Gemeindevertretern sowie einigen Marktbeschickern – und Tags darauf das Startsignal.

„Wir möchten einen Treffpunkt im Ort. Nicht nur, um regionale Erzeuger zu unterstützen, sondern auch, damit die Menschen aus dem Ort zusammenkommen“, so Torsten Kuper von der SPD Ottersberg und einer der Ideengeber in einem Facebook-Beitrag. „Der Bürgermeister war sofort Feuer und Flamme und sicherte alle Unterstützung zu“, ergänzte Kupers Mitstreiter Jesper Theis, der sich auch eine kulturelle Umrahmung durch Kleinkünstler vorstellen kann.

Idee kam aus der Bevölkerung

Keine zehn Minuten mit dem Auto entfernt, am Sottrumer Lienworth, gibt es ebenfalls Bestrebungen, einen Wochenmarkt aufzubauen. Das ist Teil des Entwicklungskonzepts „Sottrum 2030“, die Supermärkte an dem Straßenzug um dieses Angebot zu ergänzen. Die Idee ist bei einer der sogenannten Dialogwerkstätten in der Frühphase der Konzepterarbeitung aufgekommen. Ist sie nun aber angesichts der neuen „Konkurrenz“ aus der Nachbargemeinde im Landkreis Verden gefährdet?

Ulrich Berding, Chef des Büros Plan Zwei, das „Sottrum 2030“ für und mit der Gemeinde entwickelt, findet es zunächst einmal „interessant, dass Wochenmärkte diese neue Dynamik erfahren“. Immerhin ist auch nicht jeder Sottrumer davon überzeugt, ob ein Wochenmarkt in der Wieste-Gemeinde überhaupt funktionieren kann. „Es sei spannend, wenn die Ottersberger das einfach mal machen würden“, sagt Berding. Davon könne Sottrum auch lernen.

Situation ist schwierig einzuschätzen

Laut dem Planer sei es zwar schwierig einzuschätzen, aber die Sottrumer Idee sollte nicht von der aus Ottersberg gefährdet sein. Beim Kundenstamm dürften sie sich nicht überschneiden. „In Sottrum wäre das ja ein Angebot für Sottrumer, die am Lienworth einkaufen.“ Sollten aber tatsächlich Sottrumer extra zum Wochenmarkt in die Nachbargemeinde fahren, hieße das nicht, dass sie einen im eigenen Ort ablehnen. Offen bleibt aber, was die ausreichende Anzahl von Marktbeschickern angeht. Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) berichtet auf Nachfrage von ersten Gesprächen dazu im vergangenen Jahr. Doch insgesamt sei das Thema Wochenmarkt auch durch Corona zuletzt ins Hintertreffen geraten. „Da müssen wir noch viel Hirnschmalz reinstecken.“

Der Bürgermeister geht ebenfalls nicht davon aus, dass ein Wochenmarkt in Ottersberg Konkurrenz wäre. Man müsse sich aber absprechen. Die Gemeinde sei da völlig offen, denkbar wäre auch eine Zusammenarbeit – wie auch immer sie dann geartet sei. Berding verweist darauf, dass in Sottrum eine andere Herangehensweise angestrebt werde. Ehe es wirklich einen regelmäßigen Markt gibt, soll es erst unregelmäßige Marktereignisse geben, die einen größeren Event-Charakter haben können. Stück für Stück baue man somit den Wochenmarkt auf.

Beirren lassen sich die Sottrumer nicht. Krahn: „Das ist ein Projekt, das wir angehen und umsetzen wollen.“ Wenn man ins Internet schaut, käme das bei vielen im Ort gut an. Der Ottersberger Facebook-Beitrag fand seinen Weg in die Gruppe „Samtgemeinde Sottrum und Umgebung“, der Tenor dort: Wollen wir auch.

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