Was 2021 wichtig wird

Die politische Jahresvorschau für Sottrum

Die Aussichten für Sottrum sind nicht so trüb, wie es auf dem Bild scheint.
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Die Aussichten für Sottrum sind nicht so trüb, wie es auf dem Bild scheint.

Im Wahljahr 2021 stehen in der Samtgemeinde einige Veränderungen an. Unter anderem wird ein neuer Samtgemeindebürgermeister gesucht. Und noch mehr steht auf der To-do-Liste.

Sottrum – Wenn man darüber nachdenkt, ist das Reden von einem Neuanfang oder Neubeginn zum Jahreswechsel blanker Unsinn. Geändert hat sich seit Weihnachten bis auf das planmäßige Inkrafttreten neuer Gesetze und Verordnungen zum 1. Januar auf lokaler Ebene eigentlich nichts.

Man könnte zumindest sagen: Der Jahreswechsel ist emotional überfrachtet. Neuanfänge, und das ist ja auch gut, können jederzeit stattfinden, und in diesem Jahr 2021 steht innerhalb der Samtgemeinde Sottrum einige von ihnen an – nicht nur gleich zu Beginn des Jahres und der Wiederaufnahme der lokalpolitischen Arbeit in der kommenden Woche.

Diese Neuanfänge werden sich bis in den nächsten Winter verteilen. Nicht nur durch Corona wird bei vielen Themen sozusagen der Reset-Knopf gedrückt. Kommende Weihnachten wird die Samtgemeinde eine andere sein als heute. Es ist ein Wahljahr, im Frühjahr und im Sommer wird um die Stimmen gekämpft, da ist die Aktionismusgefahr groß. Daneben werden große Themen, die teils schon seit Jahren in der Vorbereitung sind, in diesem Jahr umgesetzt. Die Wahlperiode geht langsam zu Ende, beim nächsten Jahreswechsel gibt es neue Entscheidungsträger, neue Meinungen.

Peter Freytag tritt nichtt mehr an

Am 12. September ist Kommunalwahl in Niedersachsen. Im Sottrumer Rathaus rückt dann jemand Neues auf den Chefsessel, nachdem der parteilose Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag im vergangenen Jahr eine erneute Kandidatur ausgeschlossen hat. Wer der oder die Neue ist, lässt sich bislang nur spekulieren. Die Fraktionen versuchen, einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Sie legen dabei Wert auf Diskretion, Stillschweigen wurde vereinbart, Details sind nur mühsam zu erfahren. Im Vorfeld scheint keiner mit einer möglichen Kandidatur in Sottrum in Verbindung gebracht werden zu wollen. Was man so hört, wünschen sich alle jemanden mit Verwaltungserfahrung.

Auf Gemeindeebene ist die Lage schon übersichtlicher. Zumindest der Kernort Sottrum hat jemanden, der gerne Bürgermeister sein möchte, oder besser bleiben will: Hans-Jürgen Krahn (CDU). Die anderen Parteien halten sich auch hier bedeckt, wohlwissend, das auf Gemeindeebene viel vom Kandidaten als Person abhängt und die Auswahl in diesem Zusammenhang gar nicht so groß ist.

Bereits in den Wahlkampf eingestiegen sind bislang ohnehin nur die Grünen in der Wieste-Gemeinde – zwar ohne Bürgermeisterkandidaten, dafür mit neuen Profilen in den sozialen Netzwerken. Und mit wachsender Anzahl von Anträgen, die die Ratskollegen der anderen Fraktionen lieber zu einem späteren Zeitpunkt in Zusammenhang mit dem Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ besprechen möchten. Hier steht oft der Aktionismus-Vorwurf im Raum, Wahlkampf eben.

Interessen bei Verwaltungsreform sind unterschiedlich

In den übrigen Gemeinden warten die Bürgermeister indes ab. Auch die älteren Amtsinhaber haben sich noch nicht gegen eine Kandidatur entschieden, aber auch nicht unbedingt dafür. „Man denkt darüber nach“, ist eine beliebte Antwort auf diese Frage. Da ist entscheidend, wie es in den nächsten Wochen und Monaten mit der sogenannten Schnittstellenoptimierung, der Verwaltungsreform innerhalb der Samtgemeinde, vorangeht.

Denn hier sind die Interessen unterschiedlich gelagert: So möchte man in manchen Gemeinden am liebsten so viel wie möglich an das Rathaus in Sottrum auslagern, so hängen andere Bürgermeister an bestimmten Aufgaben. Wenn das Paket stimmt, wird so mancher sicherlich noch eine Amtszeit dranhängen wollen beziehungsweise keine Einwände dagegen erheben. Oftmals will ja trotzdem keiner dieses Amt haben auf dem Dorf.

Es gibt viel zu tun

Auf Samtgemeinde-Ebene muss neben der Schnittstellenoptimierung zum Beispiel dringend was an den Schulen gemacht werden. Schon Ende des abgelaufenen Jahres wurde in den Haushaltberatungen gerungen, die Ende Januar abgeschlossen werden sollen. Kanalarbeiten stehen ebenfalls an, und um den Klimaschutz möchte die Samtgemeinde sich ebenfalls noch kümmern.

Auf den Dörfern stehen eigene Projekte an. In der Kerngemeinde wird mit „Sottrum 2030“ das Entwicklungskonzept verabschiedet und erste Maßnahmen, etwa verschiedene Gutachten, auf den Weg gebracht. Reeßum etwa will die Straßensanierung in den Fokus rücken, Ahausen plant ein Baugebiet, andernorts die Einrichtung der Horte an den Grundschulen.

Zu tun gibt es für die aktuellen und zukünftigen Mandatsträger also genug, um den Weg für die vielen kleinen und großen Neuanfänge, ob nun Wahl ist oder Beschlüsse anstehen, zu bereiten.

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