Vertrag mit der Deutschen Bahn

Warten im Warmen: Samtgemeinde will Bahnhofsgebäude anmieten

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Bald soll es Toiletten im Bahnhofsgebäude geben. Im Rathaus hat man das Baurecht dafür ausgehandelt.

Sottrum - Bei Regen ins Trockene, bei Kälte ins Warme oder einfach beim Warten auf die Toilette können: Wer von Sottrum aus mit dem Zug fährt, musste auf solche Dinge bislang verzichten. Doch nun naht Abhilfe: In Zukunft soll der Warteraum im kleinen Bahnhofsgebäude wieder geöffnet und neue Toiletten eingebaut werden.

Das bestätigt die Samtgemeindeverwaltung gegenüber der Kreiszeitung. Sie hat einen Mietvertrag mit der Eigentümerin, der Deutschen Bahn, ausgehandelt, der ein möglichst dauerhaftes Nutzungs- und Baurecht vorsieht. Bevor in Sottrum aber jemand zum Füller greifen darf, muss der nicht-öffentliche Samtgemeindeausschuss das Vertragswerk diskutieren und absegnen. Das soll bei dessen nächsten Sitzung am 28. November geschehen.

Danach könne es gleich mit der Planung losgehen, so Eckardt Behrens, Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters Peter Freytag. Wann und in welcher Form der Warteraum dann zugänglich ist, ist noch offen. Auch Bauarbeiter müssen noch ran, um die lang ersehnten Toiletten ein- oder anzubauen. Details sind noch nicht bekannt, da man im Rathaus erst die Unterschrift abwarten wolle. „Es hat keinen Sinn, schon zu planen, wenn wir da noch nichts bauen dürfen“, so Behrens. Schon seit einigen Jahren wünschen sich viele Sottrumer, dass der Warteraum wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die Umsetzung gestaltete sich als schwierig. Jahrelang hat Holger Bahrenburg, in der Verwaltung für die Liegenschaften zuständig, laut Behrens versucht, überhaupt den richtigen Ansprechpartner zu finden. Vor einem Jahr schließlich mit Erfolg, seitdem konnte der Mietvertrag ausgehandelt werden.

Auch der Bürgerbusverein trägt immer wieder den Wunsch nach einer Nutzung des Gebäudes an die Verwaltung heran. Für den Verein wäre es am besten, wenn die Fahrer am Bahnhof sanitäre Anlagen zur Verfügung stehen hätten, da der Bus aufgrund der Zugverbindungen dort sowieso lange Standzeiten hat. Die Fahrer nutzen aktuell die Toiletten des Gemeindehauses in der Ortsmitte, weshalb der Fahrplan an der Kirche immer einen fünfminütigen Stopp vorsieht, der den Fahrplan zusätzlich einschränkt.

Ideen, wie man eine Toilette für die Fahrer und Reisenden an den Bahnhof bekommt, gab es daher einige. Erst vor einem Jahr hatte man Haushaltsmittel dafür in dieses Jahr verschoben, neue sanitäre Anlagen an der Grundschule am Eichkamp genossen nach einem Kompromiss zwischen den Fraktionen der CDU und SPD im Samtgemeinderat Priorität. Auch ein anderes Gebäude in der Nachbarschaft stand 2015 in der Diskussion. Der Kauf war allerdings zu teuer. Ebenso ein eigener Neubau auf einem anderen Grundstück am Bahnhof war eine Zeit lang angedacht.

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